Arbeitsmarktdaten Oktober: Beschäftigungsprojekte schaffen
Nur mit Beratung, Qualifizierung und Beschäftigungsprojekten wird es gelingen, diese Menschen und Arbeitsplätze besser zusammenbringen - dass bei den Sozialorganisationen gekürzt wurde, rächt sich immer bitterer
„Mehr Stellenangebote sind recht und gut. Aber sie helfen jenen nicht, die der Arbeitsmarkt offenbar nicht will. Den langzeitarbeitslosen Menschen, den über 50-jährigen und den Frauen. Dort steigen die Arbeitslosenzahlen immer und immer weiter. Dazu kommen die Menschen mit Beeinträchtigung. Kurzum, es sind jene Gruppen, die besondere Unterstützung bräuchten, wie sie die Sozialorganisationen anbieten. Dass bei diesen gekürzt wurde, rächt sich immer bitterer. Die verantwortliche Politik sollte bei der Interpretation der Arbeitsmarkdaten erstens nicht die Rosinen rauspicken, sondern im Gesamtkuchen lassen. Zweitens die Unterstützungslöcher wiederauffüllen, die gerissen wurden“, kommentiert die Grüne Arbeitsmarktsprecherin LAbg. Brigitte Huber-Reiter die aktuellen Arbeitsmarktdaten.
Ohne starke und finanziell gut ausgestattete Sozialorganisationen wird sich an dieser Entwicklung kaum etwas ändern. „Sie sind spezialisiert auf schwierige Fälle, komplizierte Situationen und alle Herausforderungen, die den Betroffenen den Weg in den Arbeitsmarkt blockieren. Nur mit Beratung, Qualifizierung und Beschäftigungsprojekten wird es gelingen, diese Menschen und Arbeitsplätze besser zusammenbringen. Dass die Zahlen bei den betroffenen Gruppen stärker steigen als im Bundesschnitt, sollte sehr zu denken geben und noch mehr zu einer Lösung motivieren“, betont Huber-Reiter.