Anfrage zu Radweg auf Nibelungenbrücke
Zusatzradweg auf der Oberwasserseite umgehend neu planen – unterwasserseitige Radwegführung absichern und optimieren
Nach dem übereilten Aus für den Radweg auf der Oberwasserseite der Nibelungenbrücke kommen die Bemühungen für eine konkrete sichere Lösung auf dieser Seite der Brücke nach wie vor nur zögerlich in Gang. Das ist das Ergebnis einer Anfrage der Grünen OÖ an Verkehrslandesrat Steinkellner. Eine weitere wichtige Erkenntnis ist, dass der neu geschaffene Radweg auf der AEC-Seite der Brücke „in der Praxis sehr gut funktioniert, dessen Leistungsfähigkeit ausreichend gegeben ist und die Maßnahme damit eine wesentliche Verbesserung für Fußgeher und Radfahrer darstellt“, wie es in der Beantwortung heißt.
„Damit haben wir es schwarz auf weiß, dass es möglich ist, den Radfahrer:innen und Fußgänger:innen auf der Brücke den nötigen Platz einzuräumen. Umso mehr müssen Stadt und Land nun in die Gänge kommen, um das gefährliche Nadelöhr auch auf der anderen Brückenseite rasch zu beseitigen und hier zeitnah eine Lösung für den Rad- und Fußverkehr auf den Tisch zu legen, die diesen Namen auch verdient“, sieht die Grüne Mobilitätssprecherin LAbg. Dagmar Engl weiterhin Handlungsbedarf.
Daher setzen sich die Grünen für eine Neuplanung eines zusätzlichen Radweges auf der Oberwasserseite ein. „Dazu braucht es von Beginn weg eine professionelle Planung und entsprechende Begleitmaßnahmen inklusive einer breit angelegten Kommunikation des Vorhabens, messbaren Kriterien und einem öffentlichen Reporting“, fordert Helge Langer, Klubobmann der Grünen Linz eine gut abgestimmte Vorgehensweise. Schließlich benötigt jede neue Verkehrsregelung Zeit bis sich die Verkehrsteilnehmer:innen daran gewöhnt haben. „Dieses Mantra von Landesrat Steinkellner scheint nur dann nicht zu gelten, wenn es die Nibelungenbrücke betrifft. Hier haben die Verkehrsreferenten von Stadt und Land in einer partnerschaftlichen Panikreaktion den Radweg wieder einstampfen lassen und der Stadt Linz so ein peinliches Chaos beschert“, erinnern Engl und Langer an die Ereignisse im Vorjahr.
Neben einer den Sicherheitsanforderungen entsprechenden Radweg auf der Oberwasserseite gilt es auch den neu errichteten Fahrstreifen auf der gegenüberliegenden Seite abzusichern und weiter zu optimieren. „Die Botschaft muss eine klare sein: Radfahren auf der Nibelungenbrücke darf kein wagemutiges und risikobehaftetes Unterfangen darstellen, sondern muss auf beiden Seiten der Donauquerung gefahrlos möglich sein. Schließlich ist die Nibelungenbrücke eine Hauptverkehrsachse für den Radverkehr. Entsprechend breite und zeitgemäße Radwege sind daher eine Selbstverständlichkeit und kein Gnadenakt“, sind sich Langer und Engl einig.