KTM-Kündigungen: Sozialplan ist Pflicht
Die angekündigten weiteren rund 500 Kündigungen beim Motorradhersteller KTM sind ein schwerer Schlag für die Beschäftigten und die gesamte Region
„Es muss jetzt selbstverständlich einen Sozialplan geben, der diesen Namen auch verdient. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben über Jahre hinweg zum Erfolg des Unternehmens beigetragen und sich diese Absicherung verdient. Ein Sozialplan gibt gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten Perspektiven, verbessert die Chancen am Arbeitsmarkt und lässt die Betroffenen nicht im Regen stehen“, fordert die Grüne Arbeitsmarktsprecherin LAbg. Brigitte Huber-Reiter entsprechende Schritte vom Unternehmen.
Huber-Reiter betont, dass ein Sozialplan kein freiwilliges Entgegenkommen, sondern Ausdruck von Verantwortung sei: „Wenn hunderte Menschen ihren Job verlieren, braucht es faire Lösungen – von Abfertigungen über Qualifizierungsangebote bis hin zu aktiver Unterstützung beim beruflichen Neustart. Dafür müssen Arbeitgeber, Sozialpartner und öffentliche Stellen an einem Tisch sitzen.“
Auch die Grüne Wirtschaftssprecherin LAbg. Dagmar Engl sieht die aktuellen Entwicklungen mit großer Sorge – und fühlt sich in früheren Warnungen bestätigt: „Wir haben diese Entwicklung leider vorausgesagt. Dass es jetzt zu weiteren massiven Kündigungen kommt, zeigt, wie tief die strukturellen Probleme bei KTM sind“, betont Engl und verweist zugleich auf die aktuelle Unternehmensführung: „Wir sehen, dass CEO Gottfried Neumeister bemüht ist, das Unternehmen zu stabilisieren. Doch was unter Stefan Pierer angerichtet wurde, wird uns noch lange beschäftigen und in der Region nachwirken“.
Die Auswirkungen der Kündigungen reichen weit über das Werkstor hinaus, warnt Engl: „Das ist nicht nur ein Problem eines einzelnen Unternehmens. Die gesamte Region steht unter Druck – von den Familien der Betroffenen bis zu den Zulieferbetrieben. Umso wichtiger wäre jetzt ein starkes Signal der sozialen Verantwortung.“
Die Grünen Oberösterreich fordern KTM eindringlich auf, umgehend in Verhandlungen über einen Sozialplan einzutreten und gemeinsam mit Betriebsrat, Sozialpartnern und AMS tragfähige Lösungen für die Beschäftigten zu erarbeiten. „Wer Verantwortung für ein Unternehmen trägt, trägt auch Verantwortung für die Menschen, die dort gearbeitet haben“, so Huber-Reiter und Engl abschließend.