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26.03.2026 Allgemein

Internationaler Frauenkampftag

Speaker´s Corner in Perg

Wie wunderbar wäre es, wenn dieser Tag nicht mehr Kampftag genannt werden müsste. Leider sind wir davon weit entfernt, zumal die hart erkämpften Frauenrechte immer wieder in Frage gestellt werden.

Erster Speaker´s Corner in Perg

Ein tolles Format, um gehört zu werden, zu fordern und klarzustellen, an was es immer noch mangelt. Damit Frauen eine wirkliche Gleichstellung ermöglicht wird und Chancen nicht davon abhängig sind, mit wem „Frau“ zusammenlebt. Die Initiative ergriff die Frauenberatung Perg. Zahlreiche Frauen und auch Männer kamen zusammen, um öffentlich für Frauenanliegen – und Rechte – einzutreten.

Immer noch aktuelle Herausforderungen

Es wurde dargelegt, dass sich in den letzten 20 Jahren wenig verbessert hat. Gewalt in Partnerschaften und finanzielle Abhängigkeit bleiben zentrale Probleme.

  • Abhilfe schaffen bedeutet:
  • Ausreichende Kinderbetreuungseinrichtungen
  • Gerechte Aufteilung unbezahlter Care-Arbeit („Halbe/Halbe“)
  • Verkürzung der Arbeitszeiten als Schlüssel zur Gleichberechtigung
  • Flexible Arbeitszeitmodelle (Job-Sharing, Homeoffice)
  • Realistische Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Stärkung von Kompetenzen und Digitalisierung, besonders im Umgang mit KI
  • Netzwerke und Austausch unter Frauen
  • Aussagen von Betroffenen zeigen die anhaltenden Belastungen durch finanzielle Abhängigkeit und Gewalt. Oft schämen sich betroffen Frauen, über ihre problematischen Lebensrealitäten zu sprechen. Die Folge davon ist ein fehlendes gesellschaftliches Bewusstsein.

Wenn auch Männer sich einbringen und in ihren Netzwerken sensibilisieren, kann mit vereinten Kräften viel erreicht werden, ganz im Sinne einer Gesellschaft des Miteinanders.

Wie geht es der Frauenberatung Perg?

Die unsichere Finanzierung des „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“- Projekts, das im Mai 2026 ausläuft, ist belastend. Über die Zukunft des Projekts wird aktuell verhandelt. Allgemein erschweren Kürzungen im Sozialbereich den Weiterbestand zahlreicher Projekte zur Unterstützung von Frauen. Ein positives Zeichen ist jedoch die neue Gewaltambulanz in Linz.

Trotz Fortschritten sind viele Forderungen nach Gleichberechtigung, finanzieller Unabhängigkeit und Gewaltprävention weiterhin aktuell. Die Politik ist aufgerufen zu handeln.

Frauentag in Linz – Warum schweigen die Medien?

Am 8. März 2026 versammelten sich in Linz über 5.000 Menschen um gemeinsam für Gleichberechtigung, gegen Gewalt an Frauen und für soziale Gerechtigkeit zu demonstrieren. Es war eine der größten Kundgebungen der letzten Jahre in Oberösterreich. Doch weder in den „Oberösterreich Nachrichten“ noch im ORF wurde merkbar darüber berichtet.
Wie kann es sein, dass ein solch bedeutendes gesellschaftspolitisches Ereignis in den großen Medien des Landes einfach keine Erwähnung findet? Welche Themen gelten als berichtenswert? Und wer entscheidet das?

Medien haben Verantwortung

Medien prägen unser Bild von der Welt. Wenn sie über bestimmte Themen schweigen, werden diese unsichtbar – und damit auch die Menschen, die sich für sie einsetzen. Die Forderung nach Gleichberechtigung, nach einem Ende von Gewalt und Diskriminierung, darf nicht in der Versenkung verschwinden. Sie verdient Aufmerksamkeit, Debatte und Unterstützung.

Frauenrechte sind Menschenrechte

Gleichberechtigung ist die Basis einer modernen Gesellschaft, von der wir immer noch weit entfernt sind. Umso wichtiger ist die notwendige Sichtbarkeit in den Medien – die Verantwortlichen der Redaktionsteams haben es in der Hand: Berichtet über die Anliegen von Frauen und marginalisierten Gruppen!

Gebt denen eine Stimme, die für eine gerechtere Gesellschaft kämpfen!

5000 Menschen bei der Demonstration am 8. März zum internationalen Frauenkampftag am Linzer Hauptplatz

Hilde Greco
Hilde Greco

Ersatzgemeinderätin

Bezirksvorstandsmitglied

[email protected]
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