Von Aigen bis Zwettl.

Von Aigen bis Zwettl.

So breit und stark waren die Grünen noch nie.

Ursula Roschger, Dagmar Engl

Nur noch 20 Tage trennen uns von den Landtags- und Gemeinderatswahlen am 26. September. Wahlen, die die politischen Karten in Oberösterreich neu mischen und den weiteren Kurs des Landes entscheiden werden – für die nächsten sechs Jahre und wohl darüber hinaus. Sie werden entscheiden, ob das Land in Stillstand verharrt, weiter auf altes Denken setzt und sich mit dem Status quo zufriedengibt. Oder ob das Land sich der Zukunft zuwendet, auf Klimaschutzkurs geht, all die damit verbundenen Chancen nutzt und damit sein wahres Potential ausschöpft.

Wir Grünen stehen ganz klar für diesen Zukunftskurs. Alles so belassen wie es ist, ist für uns keine Option und definitiv auch nicht gut für das Land. Das Land muss sich bewegen, klimafit gemacht und seine Zukunft aktiv gestaltet werden. Dafür wollen wir uns Grüne von den WählerInnen den Auftrag holen und dafür werden wir bis zur letzten Minute arbeiten und laufen – jeden Tag, jede Stunde und mit allem Einsatz!

Ursula Roschger

So konsequent die Grünen Positionen in den ersten Wahlkampfwochen vertreten wurden, so bestens gerüstet sehen sich die Grünen auch für die nun anbrechende finale Phase. Denn die Grünen dürfen weiter auf zentrale, erfolgversprechende Faktoren bauen, thematisch, emotional, persönlich und organisatorisch.

  • Klimaschutz ist die größte Herausforderung und das zentrale Thema unserer Zeit, ihre Chance für die Wirtschaft, Energie- und Verkehrswende sowie Bodenschutz führen die Prioritätenliste für Oberösterreich an
  • Optimismus, Begeisterung und Zuversicht der Grünen wachsen täglich, die gemeinsame Ziel liegt klar vor Augen – Taktgeber für den Klimaschutz in Oberösterreich zu werden
  • Eine begeisternder, leidenschaftlicher und mitreißender Spitzenkandidat Stefan Kaineder, getragen von einem hochmotivierten KandidatInnen-Team und einer geeinten Grünen Bewegung

Noch nie ist eine derart starke Grüne Bewegung in OÖ in Landtag- und Gemeinderatswahlen gegangen.

Diese so zentralen Säulen werden ergänzt durch eine weitere, ja geradezu historische. Denn bei den Landtags- und Gemeinderatswahlen 2021 tritt die breiteste und größte Grüne Bewegung in OÖ an.

Noch nie ist eine derart starke Grüne Bewegung in OÖ in Landtag- und Gemeinderatswahlen gegangen. Niemals zuvor sind in den Gemeinden und Städten so viele Grüne Gruppen, KandidatInnen für den Gemeinderat und auch direkt für das Bürgermeister-Amt angetreten wie bei diesen Wahlen. Wir haben einmal gesagt. Grün wächst. Das ist untertrieben. Grün ist gewaltig und sensationell gewachsen. Und das macht immensen Mut nicht nur für diese Wahlen, sondern für die Zukunft dieses Landes.

Ursula Roschger

Es ist eine Entwicklung die mit Regierungseintritt der Grünen im Bund begonnen und sich seitdem ungeschwächt fortgesetzt hat. Wir haben tagtäglich Anrufe bekommen. Unzählige Telefonate und Gespräche geführt, in denen Menschen ihr Interesse an der Gründung einer Grünen Gemeindegruppe bekundet haben. Wir haben sie ermuntert, begleitet und unterstützt. Die entscheidenden Schritte haben die Gruppen selbst gemacht. Und das ist das großartige Ergebnis.

Mehr Grüne Gemeindegruppen, KandidatInnen und Bürgermeister-KandidatInnen als jemals zuvor

  • 149 Grüne Gemeindegruppen haben einen entsprechenden Wahlvorschlag eingereicht, um 26 Gruppen mehr als im Jahr 2015
  • Diese 149 Listen umfassen insgesamt 2308 KanditatInnen, um beeindruckende 560 mehr als 2015
  • 1192 Frauen und 1116 Männer stehen auf den Grünen Listen in den Gemeinden
  • 64 Grüne VertreterInnen stellen sich der Wahl zum Bürgermeister-Amt, davon 21 Frauen und 43 Männer, insgesamt sind es um 16 Kandidaturen mehr als 2015
  • Rund zwei Drittel der Wahlberechtigten in Oberösterreich haben damit die Möglichkeit in ihrer Gemeinde Grün zu wählen und zu stärken

Das sind Zahlen und Zuwächse, von denen wir vor geraumer Zeit nicht zu träumen gewagt haben. Aber es hat eine unglaubliche Dynamik eingesetzt. Der Sorge um den Planten, das Wissen um den dringenden nötigen Klimaschutz. Der sorglose Umgang mit unserem Boden als Problem gerade in den Gemeinden – das sind nur die wesentlichsten Punkte die die Menschen immer mehr beschäftigten. Und immer sind bereit sich aktiv bei und für die Grünen zu engagieren und die politische Bühne zu betreten.

Die Landes- und Wahlkreislisten sind voll ausgeschöpft und natürlich paritätisch besetzt

  • Die Landesliste 28 KandidatInnen (14 Frauen, 14 Männer)
  • Die Wahlkreisliste Linz und Umgebung: 24 KandidatInnen (13 Frauen, 11 Männer)
  • Die Wahlkreisliste Innviertel: 18 KandidatInnen (9 Frauen, 9 Männer)
  • Die Wahlkreisliste Hausruckviertel: 28 KandidatInnen (14 Frauen, 14 Männer)
  • Die Wahlkreisliste Traunviertel: 20 KandidatInnen (10 Frauen, 10 Männer)
  • Die Wahlkreisliste Mühlviertel: 22 KandidatInnen (11 Frauen, 11 Männer)

Das belegt, dass wir Grüne auch in den Regionen immer stärker werden. Das ist für unser Bewegung unschätzbar wertvoll. Denn all die KandidatInnen in den Wahlkreisen, Bezirken und Gemeinden sind unser Rückgrat. Sie sind die BotschafterInnen und MultiplikatorInnen Grüne Politik direkt vor Ort, in den Lebenswelten der Menschen. Um die Grünen bei den kommenden Wahlen zu stärken, ist dies essentiell.

Wir danken all diesen Engagierten aufrichtig und zutiefst. Für ihre Arbeit, ihren Einsatz und ihre Zeit. Für ihre Bereitschaft, Grüne Politik zu argumentieren, zu leben und unter die Menschen zu bringen Und dafür, ihre Haltung und Meinung nun auch aktiv und offiziell in politischer Funktion zu vertreten. Ohne dies alles wären Wachstum und Erfolg der Grünen nicht denkbar.

Dagmar Engl

Besonderes Wachstum und ein sensationeller Ruck

Ein besonderer Zuwachs in den Bezirken Gmunden und Vöcklabruck, sowie ein großartiges Revival im Kirchdorf stechen ins Auge:

  • Die Anzahl der Gemeindegruppen im Bezirk Gmunden hat sich gegenüber der Wahl 2015 von 7 auf 11 erhöht. Als neue Gemeindegruppen durften die Grünen begrüßen: Scharnstein, Gschwandt, St. Wolfgang, Pinsdorf, Ohlsdorf und Gosau. Sie reihen sich nun ein in die Reihe der bestehenden Gruppen Gmunden, Vorchdorf, Bad Ischl, Bad Goisern, Laakrichen.
  • Für den Bezirk Vöcklabruck verzeichnen die Grünen in sieben Gemeinden neue Grüne Kandidaturen:  Es sind dies Attersee, Gampern, Lenzing, Neukirchen an der Vöckla, Oberhofen, Oberwang, Pitzenberg, Tiefgraben und Weyregg. Insgesamt dürfen sich die Grünen über nun 25 Kandidaturen im Bezirk Vöcklabruck freuen
  • Exemplarisch für eine große Zahl an neuen KandidatInnen sei hier Kirchdorf angeführt. Zuletzt durch fünf Aktive vertreten, wurde im Mai neu durchgestartet.  Die Liste der Grünen Kirchdorf umfasst nun 19 KandidatInnen, mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren
  • Oder zum Beispiel Steinerkirchen: Im Dezember 2020 formierten sich eine handvoll SteinerkirchnerInnen, um eine Grüne Gruppe zu gründen. Daraus ist ein breites Team mit über 40 UnterstützerInnen, 12 KandidatInnen für den GR und einer Bürgermeisterkandidatin geworden.

Diese Beispiele sind vier unter vielen. Sie zeigen einerseits das kontinuierliche Wachstum ebenso wie den Ruck, der durch die Grüne Bewegung in den vergangenen Monaten gegangen ist. Und es sind sehr viel jüngere Menschen, die die Initiative und damit das Ruder ergriffen haben. Denn sie wissen, dass es um die Zukunft ihrer Kinder und der nächsten Generationen geht und dass diese nur mit Grüner Politik zu sichern ist.

KandidatInnen quer durch alle Alters- und Berufsgruppen

Die neue Breite der Grünen lässt sich nicht nur an Zahlen festmachen, an den vielen neuen Gemeindegruppen und Kandidaturen. Es sind auch die Personen hinter diesen Zahlen, deren berufliches Tun und die Vielfalt der Altersgruppen, die beeindrucken.

Neben einer Altersbandbreite von 18 bis 85 Jahren ergibt auch die berufliche Bandbreite unter den Grün-Aktiven ein sensationelles Bild. Denn mittlerweile sind faktisch alle Branchen und Berufsgruppen in der Grünen Bewegung aktiv und vertreten. Neben PädagogInnen, SozialarbeiterInennen, IT-Fachleuten und vielen EPUs finden sich nun auch Köche, Hilfskräfte, Gemeindebedienstete, SportwissenschaftlInnen und ReligionspädagogInnen, HandwerkerInnen, Geologinnen, Bäuerinnen und Bauern und viele Berufsgruppen mehr auf den Grünen Listen.

Die Grünen repräsentieren die Bevölkerung und spiegeln die Gesellschaft wider.  Das ist überhaupt keine Frage mehr und auch logisch. Denn die großen Herausforderungen der Zukunft betreffen uns alle. Und immer mehr Menschen quer durch die gesamte Bevölkerung sehen, dass die Grüne dafür die richtigen Lösungen anbieten.

Dagmar Engl

Vielfalt und Know How stärken die konkrete Grüne Arbeit in den Gemeinden

Es ist diese Bandbreite und Vielfalt, die die Grüne Bewegung nicht nur grundsätzlich und für den bevorstehenden Wahlgang, sondern auch in der konkreten Arbeit stärkt – in den Regionen, Bezirken und vor allem in den Gemeinden. Diese Vielfältig ist das Rüstzeug für die politische Arbeit vor Ort. Es ist unerlässlich die Herausforderungen, aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen, mit den Augen der jüngeren Generationen, der jungen Familien aber auch der älteren Generation. Und es immens wertvoll auf das Know how der unterschiedlichen Berufe in der Grünen Bewegung bauen zu können, um Probleme in den Gemeinden zu erkennen und Grüne Lösungen anzubieten.

Und es gibt viel zu tun, einerseits um die Gemeinden zu stärken aber auch sie stärker in die Verantwortung zu nehmen. Denn es gilt

  • Das Veröden der Ortskerne zu stoppen
  • Die Landflucht zu stoppen
  • Für eine gut ausgebaute Infrastruktur und klimataugliche Mobilität zu sorgen
  • Den Breitbandausbau voranzutreiben
  • Für mehr Transparenz in den Gemeinden zu sorgen
  • Deutlich mehr Frauen die Gemeindepolitik zu bringen

Bodenschutz als eine der Hauptaufgaben für die Grünen Gemeindegruppen

Vor allem sind viele und starke Gemeindegruppen unverzichtbar, um den immer drastischeren Bodenverbrauch zu stoppen. Denn gerade in den Gemeinden fallen maßgebliche Entscheidungen in der Bodennutzung.  Und sie verfügen mit den kommunalen Raumordnungsplänen auch über ein machtvolles Instrument der Gestaltung. Dass hier einiges schiefläuft ist offensichtlich. Und für viele Grüne Gemeindegruppen ist der Bodenschutz ein Hauptanliegen und war eine sehr starke Motivation für die Gründung. Denn sie erleben direkt vor Ort, wie durch umstrittene Umwidmungen und fragwürdige Bauprojekte wertvoller Boden verloren geht. Der Widerstand dagegen wird in den Gemeinden immer größer. Und immer mehr Menschen wollen ihren Einsatz für den Bodenschutz nun als Teil der Grünen Bewegung weiter verstärken.

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