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am 10. September

Am Puls der Zeit

ooe.planet Redaktion - Ruperta Lichtenecker, die Spitzenkandidatin für Oberösterreich war den Sommer über auf Tour durch ganz Oberösterreich. Der oö.planet begleitete sie bei einem Besuch eines der heimischen Spitzenbetriebe, der Firma Keba in Linz-Urfahr.

Ruperta Lichtenecker zu Besuch bei Keba

Wandel in der Arbeitswelt, Umbrüche in der Wirtschaft durch die fortschreitende Digitalisierung oder das vielleicht bevorstehende Ende einer ganzen Ära im Automobilbau: Das sind gesellschaftliche Themen, an denen kaum jemand vorbei kommt. Schon gar nicht die Firma Keba. Mit ihren Produkten und ihrer Zugangsweise steckt sie schon seit Jahren mittendrin im allgemeinen Wandlungsprozess und ist wohl auch schon einen Schritt weiter als manch anderer - mit Erfolg.

Da interessiert sich auch die Politik dafür. Nationalratsabgeordnete Ruperta Lichtenecker ist beim Betriebsbesuch in der Keba-Zentrale in Urfahr ganz Aug und Ohr für diesen Ver­treter der Wirtschaft, der schon mit einem Bein in der Zukunft steht.

Draußen erklärt ein Mitarbeiter einer Gruppe von Kindern die Ladestation für Elektrofahrzeuge. Einige sitzen aber lieber Probe im davor parkenden weißen Tesla. Drinnen glaubt man in den tageslichtdurchfluteten Obergeschoßen gerne an eine ansprechende Arbeitszukunft. Hier wird entwickelt, geplant, programmiert. Die Vorstandsmitglieder Gerhard Luftensteiner und Franz Höller empfangen Lichtenecker in Begleitung von Kuno Haas, Landessprecher der Grünen Wirtschaft. Kuno Haas im Besprechungsraum. "Wie genau läuft das bei euch?"

Hohe Forschungsquote

Die in Privateigentum stehende Keba stellt unter anderem Bankomate, Ladestationen für Elektrofahrzeuge oder auch Steuerungen für Roboter und andere Industrieautomationen her. 87 Prozent gehen in den Export. Dass die Quote für Forschung und Entwicklung ganze 20 Prozent beträgt, beeindruckt Lichtenecker ebenso wie der Mut zum Risiko und zur Weiterentwicklung. "Keba ist für mich ein Innovationsführer, was veränderte Arbeitswelt betrifft", bemerkt sie abschließend.

Die Keba-Geschäftsführung hat einige Anliegen an die Politik: Die problematische Verkehrssituation im Linzer Zentralraum und eine Möglichkeit, dass die ArbeitnehmerInnen flexibler arbeiten können. "Zwingen wollen wir dazu ja ohnehin niemanden, aber der Wunsch einer freieren Zeiteinteilung komme vor allem von den MitarbeiterInnen selbst. Wir möchten den Leuten diese Freiheit geben, sich die Arbeitszeiten selbst zu regeln." Gerade bei den ProgrammiererInnen und EntwicklerInnen seien Zeitvorgaben bei der Arbeit ohnehin nicht sinnvoll. Da zählen nur die Ergebnisse. "Das ist nach dem aktuellen Arbeitsrecht einfach nicht möglich", sagt Luften­steiner, "die Arbeitnehmer wollen längst schon etwas anderes."

Hohe Ausbildungsqualität notwendig

Schauplatzwechsel ins Untergeschoß. Hier wird die Hardware produziert. Im Neonlicht marschiert die BesucherInnengruppe im weißen Mantel zwischen Leiterplatten und viel anderem Material durch die Halle. Hier trifft man auch auf einige Lehrlinge, was das Gespräch auf das Thema Ausbildung bringt.

Keba beschäftigt viele bestens ausgebildete Kräfte. Das Interesse an einer möglichst hohen Qualität von Schulen und Universitäten ist bei den GesprächspartnerInnen daher hoch. "Wir sollten uns da nie nur mit anderen Bundesländern vergleichen, sondern wir müssen das international sehen und dann Schwerpunktregionen setzen und in den Regionen spezialisieren", meint der Keba-Chef. Das treffe natürlich auf die Linzer Universität zu, für die sich alle mehr Budget aus Wien wünschen. Die Grüne Nationalratsabgeordnete sieht sich angesprochen: "Man sieht mich in Wien ja ohnehin oft als Chef-Lobbyistin für die Linzer Kepler-Universität."

Auf dem Parkplatz tankt der Tesla weiter Strom und Ruperta Lichtenecker zieht Bilanz: "Bei diesen Betrieben sieht man, dass Unternehmen beste Rahmenbedingungen bei der Infrastruktur brauchen – Stichwort öffentlicher Verkehr und umweltfreundliche Mobilität. Die Digitalisierung ist voll im Gang und auch die Arbeitszeitflexibilisierung sollte für uns Grüne ein Thema sein."

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