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am 18. September

Tempo bei Klimazerstörung - Bremse bei Öffis

Severin Mayr - Der Straßenverkehr ist schon jetzt Hauptverursacher von CO2-Emmissionen. Die Regierung muss Hofers Klima-Irrfahrt stoppen.

Tempo 140

Während ein weiterer Rekordsommer sich dem Ende zuneigt und die Folgen der Klimakrise immer sichtbarer werden, treffen sich die EU-EnergieministerInnen in Linz, um über den Ausstieg aus fossilen Energieträgern zu beraten. Das alles scheint aber an Verkehrsminister Hofer völlig spurlos vorüberzugehen. Im völligen Widerspruch zu allen EU-Zielen, zum Pariser Klimaabkommen und zur österreichischen Klimastrategie will Minister Hofer mit Tempo 140 einen noch höheren CO2-Ausstoß auf den österreichischen Autobahnen ermöglichen. Er betreibt damit eine Politik, die die Fakten nicht noch weiter ignorieren könnte.

In Österreich ist der Verkehr schon jetzt Hauptverursacher von CO2-Emmissionen. Die CO2-Emmissionen sind im EU-Vergleich in Österreich am dritthöchsten und liegen 50 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Nur Luxemburg und Slowenien stehen noch schlechter da.

10 Prozent mehr CO2 bei Tempo 140

Nun will Hofer Tempo 140 auf den Autobahnen und wartet dafür nicht einmal die Ergebnisse seiner selbst verordneten Teststrecken ab. Selbst Fakten scheinen ihn bei seinem Vorhaben nicht zu stören. Laut VCÖ würden bei Tempo von 140 im Vergleich zu Tempo 130 die CO2-Emissionen um zehn Prozent steigen.

Hofers Ideen widersprechen sogar den Zielen der Bundesregierung, die er vor wenigen Monaten noch selbst stolz präsentiert hat. Umweltministerin Köstinger wäre gut beraten, den Verkehrsminister zu stoppen und ihn an die Klimastrategie der Bundesregierung zu erinnern. Ziel der Bundesregierung wäre es nämlich, die CO2-Emissionen des Straßenverkehrs um ein Drittel zu senken. Eine Umsetzung dieser Pläne rückt mit Hofers Politik immer weiter in die Ferne.

Mehr Tempo beim Öffi-Ausbau – das wäre das Konzept des 21. Jahrhunderts

Während Hofer also seine Geschwindigkeitsphantasien auslebt, vergisst er, seine Hausaufgaben zu machen. So wartet Oberösterreich weiterhin auf die Zusagen für die Mitfinanzierung der wichtigen Öffi-Projekte wie Mühlkreisbahn, zweite Schienenachse in Linz oder Regiotram nach Gallneukirchen und Pregarten.

Ohne Mitfinanzierung des Bundes drohen die wichtigen Öffi-Projekte in Oberösterreich zu scheitern. Geschwindigkeit ist gefragt, Herr Minister! Allerdings nicht bei der Klimazerstörung, sondern beim Öffi-Ausbau.

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