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am 13. Dezember 2019

Schienenachse: Durchbruch oder Rundablage?

Severin Mayr - Seit 25 Jahren werden zur zweiten Schienenachse in Linz ergebnislos Studien und Konzepte erstellt. Die PendlerInnen und LinzerInnen brauchen keine Ankündigungen mehr, sondern Alternativen zum PKW und Entlastung vom Stau.

Ist es der Verkehrs-Stein der Weisen oder der nächste Plan für die Rundablage? Das von Land und Stadt präsentierte Öffi-Konzept hat Potential und geht in die richtige Richtung. Alleine es fehlt der Glaube, dass es umgesetzt wird. Jahrelange Diskussionen, tonnenweise Papier sowie unzählige Studien und Streitereien sorgen für erheblichen Zweifel, dass es dieses Mal klappen wird. Aber wir alle, insbesondere die PendlerInnen, haben die endlosen Ankündigungen satt. Deshalb bleibt zu hoffen, dass es dieses Konzept von der Theorie in die Realität schafft.

Die wichtigsten Öffi-Projekte für den Zentralraum sind die Mühlkreisbahn und die Stadtbahn nach Pregarten mit der Durchbindung zum Hauptbahnhof. Fast 110.000 Menschen pendeln täglich nach Linz, davon 75 Prozent mit dem Auto. Sie brauchen endlich eine wirkliche Alternative zum PKW, und damit zu Stau und Stress. Wir glauben aber erst dann an die Umsetzung, wenn die Bagger an diesen Baustellen auffahren, sonst bleibt dieses Konzept ein weiteres unter vielen.

Denn seit 25 Jahren werden Studien zur Mühlkreisbahn vorgestellt: Prognos-Studie 1995, Basler-Systemstudie 1999, Strategisches Schienenverkehrskonzept für OÖ 2002, ÖBB-Studie "Einbindung der Mühlkreisbahn in den Linzer Hauptbahnhof" 2007, das RegioTram-Konzept 2008, Vergleichsstudie eines Grazer Planungsbüros 2011 und die "vergleichende Systemstudie Zukunft Mühlkreisbahn" 2016.

Schluss mit den leeren Kilometern auf dem Papier. Davon haben die Betroffenen nichts, sie brauchen Schienen-Kilometer. Tagtäglich, morgens und abends quälen sich die Staukolonnen durch Linz. Eine enorme Belastung nicht nur die PendlerInnen, sondern auch die LinzerInnen selbst, für Luft und Umwelt. All die Diskussionen, Pläne und Studien haben daran nichts geändert. Wir forderen die Verantwortlichen in Stadt und Land auf, vom Reden und Planen ins Handeln zu kommen. Dieses Konzept darf nicht das nächste auf der Liste der gescheiterten Pläne sein.

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