Bezirkegruene.at
Navigation:
am 29. Jänner

Öffi-Jahreskarte: OÖ muss Projekt unterstützen

Severin Mayr - Die Zeit ist reif für das günstige Öffi-Jahresticket. Unser Modell spart Geld und schützt das Klima. Oberösterreich darf das Jahrhundertprojekt jetzt nicht bremsen.

Es ist allerhöchste Zeit, die günstige Jahreskarte für alle Öffis endlich auch in Oberösterreich umzusetzen. Es schützt nicht nur das Klima und schafft eine attraktive Alternative zum Auto, sondern spart den OberösterreicherInnen jedes Jahr bares Geld. Oberösterreich darf hier nicht bremsen. Die oberösterreichische Landesregierung muss volle Unterstützung für dieses Jahrhundertprojekt leisten.

Neben der Vereinfachung gibt es für die PendlerInnen auch eine enorme Kostenersparnis. Rund 1.000 Euro im Jahr spart sich einE PendlerIn aus Rohrbach, wenn unser Modell einer günstigen Jahreskarte umgesetzt wird. 1.100 Euro eine Person, die aus Vöcklabruck in die Arbeit nach Linz fährt. Das sind erhebliche Summen und damit eine Riesenentlastung für die PendlerInnen.

Bereits 2013 haben wir das bahnbrechende Konzept des 1-2-3-Tickets präsentiert. Um einen Euro pro Tag im eigenen Bundesland, um zwei Euro ins Nachbarbundesland, drei Euro fürs gesamte Bundesgebiet, so der ambitionierte Plan. Mit der Grünen Regierungsbeteiligung war es nun endlich möglich, diese Idee im Regierungsprogramm zu verankern. In Oberösterreich fehlt bis jetzt eine günstige Jahreskarte, andere Bundesländer wie Wien, Vorarlberg, Tirol oder Salzburg sind schon viel weiter. Jetzt muss auch Oberösterreich endlich in Schwung kommen, weitere Verzögerungen darf es nicht mehr geben. Die Umsetzung des günstigen Tickets wird ein Kraftakt, daher fordern wir auch die Verantwortlichen in Oberösterreich auf, den Bund und dieses Projekt mit voller Energie zu unterstützen.

Das Argument, dass eine günstige Jahreskarte den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bremsen würde, ist besonders absurd: Nach dieser Logik müssten es bei den Öffis in Oberösterreich bei unseren extrem hohen Tarifen in den letzten Jahren bereits einen Ausbau-Boom gegeben haben. Davon ist aber weit und breit nichts zu sehen. Die Mühlkreisbahn hat lediglich eine neue Studie erhalten, die Eröffnung der Stadtbahn nach Gallneukirchen und Pregarten wurde in die Zwanzigdreißigerjahre verschoben, der Ausbau der Summerauer Bahn schlummert in irgendeiner Schublade. Die Ausbaupläne des Landes glauben wir erst, wenn die Bagger auf den Baustellen stehen.

Wir brauchen Dich! - Jetzt Mitglied werden!