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am 24. Juli

Öffi-Ausbau beschleunigen statt Tempo 140

Severin Mayr - Diese Maßnahme bringt kaum Zeit, aber mehr Umweltbelastung. Der Landesrechnungshof fordert in seinem Bericht stärkere Kontrollen des Lufthunderters, aber Minister Hofer verordnet wenige Kilometer weiter westlich Tempo 140.

Themenfoto Auto Bremsspuren

Das ist Verkehrspolitik Marke Schwarz-Blau. In den Städten staut es ohne Ende, die Autos bewegen sich ebenso wenig wie der Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Aber Verkehrsminister Hofer will Tempo 140 auf den Autobahnen. Das ist purer Populismus. Eine Maßnahme die kaum Zeit, aber deutlich mehr Umweltbelastung bringt. Mit dieser Retropolitik will Hofer offenbar von den wirklichen Problemen in der Verkehrspolitik ablenken. Mit mehr Gas auf der Autobahn sind diese Probleme aber sicher nicht zu lösen. Wenn Minister Hofer etwas beschleunigen sollte, dann den Öffi-Ausbau.

Auf 32 km Autobahn zwischen Haid und Sattledt 10km/h schneller fahren zu dürfen, bringt den LenkerInnen praktisch kaum Zeitersparnis.  Gleichzeitig führt diese minimale Tempoerhöhung zu einer maximalen Erhöhung des Schadstoffausstoßes – konkret zu einem Plus von 24% an Stickoxiden sowie einem Plus von 11% bei den Feinstaubpartikeln und zu einem Plus von 10% an CO2.

Der Landesrechnungshof fordert in seinem Bericht zur Luftgüte in Oberösterreich Maßnahmen um sicherzustellen, dass der Lufthunderter auf der A1 wirklich eingehalten wird.  Der Verkehrsminister macht wenige Kilometer weiter westlich eine Teststrecke für 140 kmh. Das ist kurios. Ihm sind die schlechte Luft, die Emissionen genauso egal, die wie die Gesundheit der Menschen.

Minister Hofer sollte stattdessen dringend die tatsächlichen Probleme und Herausforderungen anpacken. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs schleppt sich fast bewegungslos dahin. Die Finanzierung der zweiten Straßenbahnachse in Linz, der Ausbau der Mühlkreisbahn und viele andere Projekte – hier sollte der Minister endlich aktiv werden und nicht den Bleifuß auf der Autobahn unterstützen.

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