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am 14. February

OÖ LKWs mit Abbiegeassistenten ausstatten

Severin Mayr - Nach dem tödlichem Unfall werden Wien und Klagenfurt die Nachrüstung umsetzen. Oberösterreich soll diesem Beispiel folgen und den gesamten öffentlichen LKW-Fuhrpark mit derartigen Systemen ausstatten.

Nach dem tragischen Unfalltod eines Neunjährigen in Wien haben der öffentliche Druck und die Argumente eine erste Wirkung. Wien und Klagenfurt werden ihren LKW-Fuhrpark mit Abbiegeassistenten ausrüsten. Das ist eine gute und richtige Entscheidung. Wir appellieren an das Land Oberösterreich hier nachzuziehen und auch bei uns in Oberösterreich die Umrüstung der LKW-Fuhrparks in die Wege zu leiten. Es geht um den Schutz von unseren Kindern. Das muss oberste Priorität haben.

Der tragische Fall: Ende Jänner hatte ein rechtsabbiegender LKW ein neunjähriges Kind am Schutzweg angefahren und tödlich verletzt. Eine von Eltern gestartete Petition für eine verpflichtende Nachrüstung von LKW mit Abbiegeassistenten haben bisher mehr als 50.000 Menschen unterstützt. Letztes Jahr starben in Österreich 14 Menschen zu Fuß und am Rad bei Unfällen mit LKW. Laut Unfallforschung der Versicherungen könnten LKW-Abbiegeassistenten und Totwinkelwarner 60% dieser schweren Unfälle verhindern. Die EU plant zwar einen verpflichtenden Einbau, dieser dürfte aber nicht vor 2024 vorgeschrieben werden.

Oberösterreich muss dem Beispiel Wiens und Klagenfurts folgen. Dabei sollte es nicht nur um die landeseigenen LKW gehen, wo eine Nachrüstung sichergestellt werden muss. Es soll auch den Gemeinden eine Nachrüstung ihrer LKW nahegelegt werden und gegebenenfalls eine finanzielle Unterstützung dafür angeboten werden. Hier muss rasch und unbürokratisch gehandelt werden. Auf die EU-Reglung zu warten dauert zu lange.

FahrerInnenkabine eines LKW mit Lenkrad
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