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am 12. März

Mühlviertel: Wichtigstes Schienenprojekt am Weg

Severin Mayr, Ulrike Schwarz - Die Stadtbahn bringt endlich Perspektiven für staugeplagte PendlerInnen aus dem Mühlviertel. Das 1-2-3-Ticket sorgt für attraktive Tarife.

Dies ist ein sensationeller Tag für die Verkehrszukunft in Oberösterreich. Er ist geradezu historisch nicht nur für Linz, sondern vor allem auch für das Mühlviertel und seine abertausenden staugeplanten PendlerInnen. Erstens haben sie mit der Vertragsunterzeichnung für die Linzer Stadtbahn nun die Gewissheit, dass diese zentrale Schienenlösung und damit eine Alternative zum Auto auf den Weg gebracht wird. Nach Jahren endloser Diskussion hat es eine Grüne Verkehrsministerin benötigt, diese so sehnlichst erwartete Verkehrslösung zu fixieren. Dass es aus Oberösterreich ab sofort auch Unterstützung für das 1-2-3-Ticket gibt, ist die zweite gute Nachricht des Tages. In Zukunft fährt man damit so günstig wie noch nie durch unser Land. Das hilft dem Klima und dem Geldbörsel der PendlerInnen gleichermaßen und kann den Tarif-Dschungel in Oberösterreich nachhaltig beenden.

Die Linzer Stadtbahn - und damit die Durchbindung der Mühlkreisbahn und der neuen Stadtbahn nach Pregarten zum Hauptbahnhof – ist zweifellos das wichtigste Öffi-Projekt für das Mühlviertel und den Zentralraum. Die vertragliche Fixierung ist auch ein zentraler Schritt zur längst überfälligen Verkehrswende in Oberösterreich. Die Schiene war bisher Stiefkind in Oberösterreich. Milliarden sind in Autobahnprojekte geflossen und Bagger nur bei den großen Straßenbauprojekten aufgefahren. Dank der Grünen Regierungsbeteiligung ist jetzt eine Kursänderung machbar.

Heute wurde ein verkehrspolitischer Meilenstein für die PendlerInnen aus dem Mühlviertel geschafft: Fast 110.000 Menschen pendeln täglich nach Linz, davon 75 Prozent mit dem Auto. Seit Jahrzehnten stehen sie im Stau, warten auf diese Schienenlösung. Sie wurden vertröstet und haben erlebt, wie unzählige Pläne in den Schubladen verschwunden sind. Nun gibt es endlich nicht nur diesen lange ersehnten Vertrag, sondern auch die Umsetzung des kostengünstigen 1-2-3 Tickets. Eine Kombination, die den öffentlichen Verkehr im Land auf eine neue Ebene heben wird.

Alle PendlerInnen, mit denen wir in all den Jahren gesprochen haben, haben die Staus satt, die morgen- und abendliche Blechlawine, die verlorene Zeit und all die damit verbundenen Kosten. Daher gab es immer die Bereitschaft, vom Auto auf die Schiene umzusteigen, wenn es ein attraktives Angebot gibt und die Tarife passen. Den PendlerInnen aus dem Mühlviertel dieses Angebot endlich zu geben, war seit vielen Jahren unser zentrales Anliegen. Nun in Regierungsverantwortung wird diese Alternative auf Weg gebracht – als Erleichterung für abertausende Menschen und wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Ulrike Schwarz und Severin Mayr an der Mühlkreisbahn
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