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am 30. Oktober

Härtere Strafen gegen Raser & tödliche Unfälle

Severin Mayr - Das von Ministerin Gewessler geschnürtes Maßnahmenpaket ist ein wichtiges Instrument gegen RaserInnen. Tempo-Bolzen auf unseren Straßen ist und bleibt eine der Hauptursachen für schwere und tödliche Verkehrsunfälle.

Die Zahlen belegen eindeutig, dass wir viel schärfer gegen RaserInnen vorgehen müssen. Das Tempo-Bolzen auf unseren Straßen ist und bleibt eine der Hauptursachen für schwere und tödliche Verkehrsunfälle. Das von Ministerin Gewessler geschnürte Maßnahmenpaket gegen extreme Raserei ist dafür das richtige Instrument. Aufklärung alleine reicht offenbar nicht. Es muss Strafen geben, die die RaserInnen wirklich spüren. Nur so können wir verhindern, dass Geschwindigkeitsrausch weiter derart viele Menschenleben auf unseren Straßen kostet. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) veröffentlichte heute Zahlen, denen zufolge in Oberösterreich in den vergangenen 20 Jahren 2.528 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen sind.

Auch wenn die Zahl der Verkehrstoten in Oberösterreich im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist, ist nach wie vor dringender Handlungsbedarf gegeben. Die Strafen für extreme RaserInnen sind in Österreich im internationalen Vergleich sehr niedrig. Ein mit den Bundesländern abgestimmtes Maßnahmenpaket des Ministeriums will dies ändern. Dieses sieht nicht nur höhere Geldstrafen, längere Führerscheinabnahmen und Rasen als Vormerkdelikt vor, sondern auch die Möglichkeit einer Fahrzeugbeschlagnahmung bei besonders schwerwiegenden Fällen. Das Gesetzespaket soll bis Jahresende vorliegen.

Andere Länder zeigen, dass härtere Strafen für RaserInnen wirken und die Unfallzahlen sinken. Daran muss und wird sich nun auch Österreich orientieren. Der Führerschein ist kein Blankoscheck, um das Gaspedal durchzudrücken. Wer auf alle Geschwindigkeitsbeschränkungen derart pfeift, sich und andere gefährdet, hat künftig schwerere Konsequenzen zu tragen. Rasen ist weit entfernt von einem Kavaliersdelikt, sondern gefährdet Menschenleben.

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