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am 28. Juni

Diesel-PKW technisch nachrüsten

Severin Mayr - Alles andere ist nicht nur heiße, sondern auch schmutzige Luft. Verkehrsminister Hofer muss Druck auf die Autokonzerne machen.

Alte Zapfsäule für Diesel

Technisch nachrüsten - alles andere ist nicht nur heiße, sondern auch schmutzige Luft. Mittlerweile ist auch klar, dass Software-Updates bei Diesel-PKW viel zu wenig bringen. Bessere Luft gibt es nur mit technischen Nachrüstungen. Die Kosten dafür haben selbstverständlich die Autokonzerne zu tragen, denn ohne den Dieselskandal würden die Grenzwerte bei den Stickoxiden gar nicht überschritten. Wir fordern Verkehrsminister Hofer deshalb auf, endlich aufzuhören zu zaudern und zu zögern und bei den AutoherstellerInnen Druck zu machen. Es geht um nichts weniger als die Gesundheit der Menschen. Wir werden daher auch in der kommenden Landtagssitzung einen Antrag dazu stellen.

Tatsachen sprechen für sich

Tatsache 1: Ohne den Diesel-Skandal würde es in Linz keine Grenzwertüberschreitungen geben - der Jahresmittelwert bei Stickoxiden bei 33 Mikrogramm liegen, damit deutlich unter dem Grenzwert von 40 Mikrogramm und noch viel deutlicher unter dem aktuellen Jahresmittelwert von 46 Mikrogramm.

Tatsache 2: Software-Updates werden die Emissionen lediglich um rund 2,5% absenken können - der Jahresmittelwert würde ohne weitere Maßnahmen nur auf knapp unter 45 Mikrogramm verringert werden, also immer noch über den Grenzwerten liegen.

Tatsache 3: Nachrüstungsmaßnahmen an der Hardware sind nicht nur technisch möglich, sondern auch mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand durchführbar, das zeigt das Gutachten eines renommierten, deutschen Wissenschafters.

Technische Nachrüstungen sind eine effektive Maßnahme, um die Luftqualität zu endlich zu verbessern. Wir fordern Minister Hofer auf, die Autokonzernen zu verpflichten, die Nachrüstung der Diesel-PKW auf ihre Kosten zu übernehmen. Sonst drohen Fahrverbote!

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