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am 1. Oktober

Diesel-PKW nachrüsten: Wann entscheidet Hofer?

Severin Mayr - Deutschland entscheidet heute über verpflichtende technische Nachrüstungen von Diesel-PKW. Minister Hofer hat einen einstimmig angenommen Antrag des oberösterreichischen Landtags am Tisch und schweigt sich aus.

Grafik giftige Abgase

Wann wird Minister Hofer endlich in Sachen Nachrüstung für Diesel-PKW aktiv? In Deutschland soll heute Abend die Entscheidung in der Nachrüstungsfrage fallen - aus dem heimischen Ministerbüro sind weder Worte zu hören noch Taten zu sehen. Dieses dringende Thema scheint Minister Hofer nicht im geringsten zu kümmern. Dabei sind sich die ExpertInnen erstens einig, dass ein Hardwareupdate eine wirksame Lösung wäre. Zweitens hat Minister Hofer einen von uns iniitierten Antrag dazu auf dem Tisch, der im oberösterreichischen Landtag von allen Fraktionen unterstützt worden ist. Herr Minister Hofer, handeln Sie!

Mittlerweile ist klar, dass Softwareupdates bei Diesel-PKW viel zu wenig bringen. Bessere Luft gibt es nur mit technische Nachrüstungen. Die Kosten dafür haben selbstverständlich die Auto-Konzerne zu tragen, denn ohne den Dieselskandal würden die Grenzwerte bei den Stickoxiden gar nicht überschritten. Minister Hofer muss endlich in die Gänge kommen und dafür sorgen, dass die Sanierung des Abgasskandals durch verpflichtende Nachrüstungsmaßnahmen auf Kosten der Industrie rasch durchgeführt wird.

Der Druck auf Hofer steigt nicht nur durch die Debatte in Deutschland. In der Juli-Sitzung hat der oberösterreichische Landtag auf unsere Initiative einstimmig(!) beschlossen, dass im Falle illegaler Manipulationen von Diesel-PKW durch die FahrzeugherstellerInnen eine technische Nachrüstung auf Kosten der HerstellerInnen verpflichtend vereinbart werden soll. Auf diesen Beschluss des Landtags gibt es auch nach 3 Monaten noch nicht einmal eine Antwort von Hofer. Bislang hört man von Hofer dazu nur lautes Schweigen. Wie kommen die AutobesitzerInnen dazu, die sich ein vermeintlich sauberes Auto kaufen und dann eine Drecksschleuder geliefert bekommen

Untersuchungen des oberösterreichischen Landesrechnungshofes zur Luftgüte in Oberösterreich haben im Frühjahr für Aufsehen gesorgt. Diese haben nämlich ergeben, dass es ohne den Diesel-Skandal in Linz keine Grenzwertüberschreitungen mehr geben würde. Es geht aber nicht nur um drohende Fahrverbote, es geht vor allem um die Gesundheit der Menschen.

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