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am 22. Dezember 2020

Aufatmen: Waldviertel-Autobahn ist vom Tisch

Severin Mayr - Ministerin Gewessler stoppt die Planungen für eine neue Transitschneise durchs Wald- und Mühlviertel. Wir fordern auch in Oberösterreich eine Trendwende. Die Landeskoalition darf die Klimakrise nicht mehr länger ignorieren.

Ein erstes Aufatmen geht durchs Mühlviertel. Jetzt muss auch in Oberösterreich eine Verkehrswende mit mehr Öffis statt weiterer Straßen folgen. Klimaschutzministerin Gewessler und Land NÖ haben heute das Aus für die Waldviertel-Autobahn bekannt gegeben. Dieses Mega-Projekt hätte die Nordautobahn (A5) und die Mühlviertler Schnellstraße (S10) bei Freistadt verbinden sollen, was dem jetzt schon heillos überlasteten Linzer Zentralraum noch mehr Stau, Lärm und Abgase gebracht hätte. Alleine in Oberösterreich wären durch dieses Projekt bis zu 500 Hektar Boden zerstört worden - das entspricht zusammengerechnet in etwa allen(!) Fußballfeldern in Oberösterreich.

Klimaschutzministerin Gewessler zeigt vor, wie es geht: Volle Konzentration auf den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, statt weitere Autobahnen durch unser Land zu asphaltieren. Von dieser Verkehrspolitik sollte sich Oberösterreich dringend eine sehr dicke Scheibe abschneiden. Der Autoverkehr ist nämlich nach wie vor Klimakiller Nummer 1. Wir brauchen starke Öffis und eine funktionierende Rad-Infrastruktur, statt mit Rezepten des letzten Jahrtausends auf die Probleme von heute zu reagieren. Die Verkehrspolitik des Bundes sollte hier Vorbild auch für Oberösterreich sein.

Jahrelang haben wir gemeinsam mit den KollegInnen aus Niederösterreich Widerstand gegen diese Autobahn, die schwere Nachteile für Mensch und Umwelt gebracht hätte, geleistet. 2019 hatte Landesrat Steinkellner, von uns mit diesem Megaprojekt konfrontiert, die Freihaltung geeigneter Flächen für langfristige Umsetzung noch für zweckmäßig erachtet. Jetzt drückte Klimaschutzministerin Gewessler gemeinsam mit Niederösterreich allerdings die Stop-Taste.

Das ist eine richtig gute Nachricht, die auch ein Startschuss für eine neue Verkehrspolitik in Oberösterreich sein muss. Man darf die Klimakrise nicht mehr länger ignorieren. Wir stehen dafür, endlich Alternativen zum Auto anzubieten und die Umwelt zu schützen, statt Milliarden in Autobahnen zu vergraben.

Gegen die Transitautobahn Waldviertel
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