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am 17. September

Wo bleiben Maßnahmen gegen die Klimakrise?

Maria Buchmayr - Europa muss dringend Handlungen setzen, aber die schwarz-blaue Bundesregierung steht mit völlig leeren Händen da.

Es gibt keinen Planet B.

Aufwachen, auf bevor es endgültig zu spät ist! Bevor der Klimawandel unseren Planeten und unser Leben dramatisch verändert. Tut endlich etwas gegen die zerstörerische Klimakrise. Wir appellieren an die EU-EnergieministerInnen, die sich derzeit in Linz treffen.

Es war diesen Sommer spür- und unübersehbar: Der Klimawandel hat uns bereit voll im Griff - mit dramatischen Auswirkungen. Das Wetter wird immer extremer, die Hitzeperioden werden mehr, weltweit fallen die Temperaturrekorde - auch in Oberösterreich war die Periode April bis Juli 2018 die trockenste seit 1852. Geht diese Entwicklung ungebremst weiter, droht uns Sommerhitze wie in Südspanien.

Die Situation wird immer dramatischer, aber die Klimaschutzpolitik befindet sich im Tiefschlaf. Die Welt ist meilenweit von den Zielen des Pariser Klimaabkommens entfernt. Die Klimabilanz Österreichs ist dramatisch in den roten Zahlen: Anstatt den CO2-Ausstoß massiv zu reduzieren, sind unsere Emissionen sogar gestiegen.

2015 hatte die Weltgemeinschaft vereinbart, die globale Erwärmung bei höchstens zwei Grad – möglichst sogar bei nur 1,5 Grad – zu stoppen, um katastrophale Folgen abzuwenden. Im Dezember wird bei der Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz über die Regeln zur Umsetzung des Pariser Abkommens verhandelt. Europa muss hier mit klaren Zusagen auftreten, damit die Rettung des Planeten gelingt.

Österreich hat den EU-Vorsitz. Die Regierung von Kanzler Kurz hätte die Pflicht, die Klimakrise zum Hauptthema zu machen und wirksame Beschlüsse auf den Weg zu bringen. Die österreichische Bundesregierung steht jedoch heute in Linz mit völlig leeren Händen da, ohne Klimainitiative für Europa und ohne Klimaplan für Österreich.

Die Klimakrise ist da. Es ist nicht fünf vor, sondern bereits fünf nach zwölf. Wir müssen jetzt handeln. Wir müssen raus aus fossilen Energieträgern und konsequent auf öffentlichen Verkehr setzen. Das ist unsere Verpflichtung für unsere Kinder. Die Uhr tickt. Wenn die Regierung jetzt nicht aufwacht, dann werden die BürgerInnen, wird die Zivilgesellschaft aktiv werden. Denn wir haben keinen Planeten B.

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