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am 11. November 2019

Temelin: Panne zeigt Kontrolle dringend nötig

Rudi Anschober - Die neuerliche Panne im tschechischen AKW Temelin zeigt die Dringlichkeit einer Totalkontrolle der Reaktoren. Die Betriebsgenehmigung für Block 1 läuft kommendes Jahr aus. Wir fordern eine verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP).

Laut Informationen der BetreiberInnengesellschaft CEZ ist der Reaktorblock 1 des umstrittenen tschechischen Atomkraftwerks Temelin wegen einer Fehlfunktion unplanmäßig vom Netz genommen worden. Grund dafür sind erhöhte Vibrationen von Teilen der Dampfturbine, die laut AKW-BetreiberInnen vermutlich durch Schwankungen der Außentemperatur verursacht wurden.

Der erneute Zwischenfall zeigt klar, dass die Turbinen des AKW Temelin nicht für einen störungsfreien Dauerbetrieb geeignet sind. Es braucht daher eine Totalkontrolle der beiden Reaktoren. Das ist umso notwendiger, da die Betriebsgenehmigung von Reaktorblock 1 mit Herbst 2020 ausläuft und bereits Vorbereitungen für eine massive Verlängerung der Laufzeit getroffen werden. Geplant ist, die beiden Blöcke bis mindestens 2060 am Netz zu halten. Unsere aktuelle Bundesregierung muss jetzt sofort handeln. Es braucht eine verbindliche grenzüberschreitende UVP im Fall einer Laufzeitverlängerung in Temelin.

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