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am 7. Juni

Schwarz-Blau: In OÖ keinen Platz für den Wolf

Gottfried Hirz - Landesrat Hiegelsberger will den Wolf nicht in Oberösterreich, die FPÖ fällt um und stimmt gegen die Forderungen des eigenen Naturschutzlandesrats. Wir geben den Wolf nicht auf.

Da staunt nicht nur der Wolf. Diese Entscheidung ist definitiv falsch, nicht nachvollziehbar und kurzsichtig. Der Wolf ist nach Oberösterreich zurückgekehrt, das ist Tatsache. Aber Schwarz-Blau und allen voran Landesrat Hiegelsberger ignorieren das. Man lehnt unseren Antrag ab und damit sämtliche Maßnahmen, damit der Wolf seinen Platz im Ökosystem wieder einnehmen kann. ÖVP und FPÖ haben betont, keinen Platz für den Wolf in Oberösterreich zu sehen. Wir werden aber weiterhin gegen diese kurzsichtige Entscheidung vorgehen. Wir geben den Wolf nicht auf.

Wir hatten Maßnahmen gefordert, um sowohl die Chancen durch die Wolfsrückkehr zu nutzen als auch die dadurch entstehenden Herausforderungen bewältigen zu können. Chancen liegen in den positiven Auswirkungen auf das Ökosystem - so werden beispielsweise die Wildbestände reduziert und vitaler. Es braucht einen regionalen Wolfmanagementplan, ein effektives Herdenschutzprogramm für Weidetiere, Informationsarbeit und ein regelmäßiges Wolfsmonitoring.

Die schwarz-blaue Ignoranz und Ablehnung sind nicht nur befremdlich, sondern auch kurios. Dass sich Landesrat Hiegelsberger gegen den Wolf wehrt, war klar. Er will ihn nicht in Oberösterreich und wünscht sich ihn ans Ende der Welt. Dass aber die FPÖ hier mitzieht, ist enttäuschend und unverständlich. Denn die von uns eingebrachten Maßnahmen entsprechen genau jenen von Naturschutzlandesrat und FPÖ Chef Haimbuchnner. Die FPÖ ist hier glatt umgefallen.

Dabei wäre es ungemein wichtig, insbesondere das Herdenschutzprogramm so rasch wie möglich zu starten. Denn wenn Wölfe merken, wie schwer es ist, ein Schaf zu reißen, wenden sie sich ab und konzentrieren sich auf Wildtiere als Beute. Dieses Verhalten hat man in anderen Ländern genau beobachtet.

Der Wolf ist da, es kommt nur darauf an, wie wir damit umgehen. Die Maßnahmen dafür sind bekannt. Auch die Akzeptanz dafür ist vorhanden. Sind doch laut Erhebung des Wolfsexperten Kotrschal 70 Prozent der ÖsterreicherInnen für die Wiederansiedelung des Wolfes. Es muss doch für eines der reichsten Länder der Welt möglich sein, dass der Wolf hier seinen Lebensraum bekommt. Wir werden das jedenfalls weiterhin einfordern.

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