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am 8. Juli

Schwarz-Blau für Tourismus, der Natur zerstört

Severin Mayr, Ulrike Schwarz - Wir wollen Oberösterreich zur Modellregion für nachhaltigen Tourismus machen, aber unser dringlicher Antrag wurde abgelehnt. Das Skischaukel-Projekt Stodertal ist ein Paradebeispiel für den falschen Tourismusweg.

Es bleibt dabei: Schwarz-Blau ist nicht bereit, Oberösterreich modern und klimaverträglich zu gestalten - auch nicht im Tourismus. Wir wollen das Land zur Modellregion für nachhaltigen Tourismus machen, der die Natur schützt und genau davon profitiert. Aber ÖVP und FPÖ haben unseren dringlichen Antrag kurzerhand abgelehnt. Sie halten damit das Tor für Mammutprojekte offen, die unsere wunderbare Natur zerstören, wertvollen Boden zubetonieren und dem Klima schaden.

Für uns kommt diese schwarz-blaue Blockade nicht überraschend. Sie ist aber nur eine Momentaufnahme, denn wir arbeiten weiter konsequent auf eine Neugestaltung des Landes hin, die selbstverständlich auch einen neuen, nachhaltigen Kurs für den heimischen Tourismus umfasst.

Oberösterreich zur touristischen Modellregion zu machen, bleibt unser erklärtes Ziel: Die Bewahrung unserer Naturjuwele ist die wichtigste Grundlage für den heimischen Tourismus. Damit sollte klar sein, dass nicht nur in der oberösterreichischen Tourismusstrategie die Prioriät auf naturnahe Tourismusprojekte gelegt wird, sondern vor allem auch die Förderbedingungen dahingegen geändert werden und nur dorthin die Gelder fließen. Schwarz-Blau aber ist weiter bereit, neue Liftstützen und aus der Zeit gefallene Pisten in die Landschaft zu setzten. Beispiel dafür ist die geplante Skischaukel im Stodertal, gegen die sich seit geraumer Zeit auch eine BürgerInneninitiative des Stodertals stellt, die vor der Landtagssitzung ihre Forderung an die politisch Verantwortlichen übergeben hat.

Diese Initiative hat natürlich unsere volle Unterstützung. Denn dieses Projekt ist eine Naturzerstörung der Sonderklasse. Geplant sind 11 km neue Pisten, 3 neue Seilbahnen, 1.150 Parkplätze, Beschneiungsanlagen und zwei Speicherteiche. 51 Hektar Wald würden für diese Skischaukel gerodet. Mit Millionen an Steuergeld wird hier eine grandiose Landschaft umgegraben. Für ein Skigebiet, dem der Klimawandel wegen seiner geringen Höhe immer weniger Schnee und stattdessen mehr Regen bringen wird. Das ist ein Paradebeispiel an verfehlter Tourismuspolitik. Eine touristische Neuausrichtung Oberösterreichs ist trotz schwarz-blauem Widerstand unausweichlich.

Der Erhalt der Naturräume ist als Priorität in der oberösterreichischen Tourismusstrategie zwar schon klar verankert. Aber das ist bei Politik und InvestorInnen noch nicht wirklich angekommen. Wir brauchen daher eine Kehrtwende. Förderungen darf es nur mehr für naturverträgliche Projekte geben. Wir müssen für eine ebenso naturverträgliche Mobilität sorgen, um Blechkolonnen in unseren Naturschönheiten künftig zu verhindern. Das ist für einen nachhaltigen Tourismus ebenso unverzichtbar wie qualitätsvolle und faire Arbeitsbedingungen für die im Tourismus Beschäftigen. Ganz grundsätzlich muss sich Oberösterreich vom reinen Wintertourismus hin zum Ganzjahrestourismus entwickeln. Dafür brauchen wir intakte Natur als wichtigste Ressource, um die heimische Tourismusbranche und damit auch viele tausende Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen.

Schneemangel auf der Piste
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