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am 17. Juli

Schützen wir unser Trinkwasser

Maria Buchmayr, Ulrike Böker - Wasser ist Leben und die Grundlage unserer Existenz.

Schützen wir unser Wasser.

Reines Trinkwasser ist unendlich wertvoll und in unseren Breiten so selbstverständlich, dass wir kaum Gedanken daran verschwenden, woher unser Wasser kommt. Um unsere Trinkwasserqualität werden wir beneidet. Zählen wir doch zu jenen wenigen Ländern, in denen es bedenkenlos möglich ist, Wasser aus der Leitung zu trinken. Eine Selbstverständlichkeit, die überhaupt erst bemerkt  wird, wenn die Reinheit oder selbstverständliche Verfügbarkeit des Trinkwassers ausbleibt. Oder wenn es zu wenig regnet und der Grundwasserpegel sinkt. Wenn das Wasser knapp wird, ist die Landwirtschaft als eine der ersten betroffen. Wenn die Felder verdorren und die Ernte in Gefahr ist, kann die Lage schnell Existenzen bedrohen. Wir wissen, dass das eine der Folgen des Klimawandels ist, dass Dürre einerseits und Überflutungen andererseits zunehmen werden. Hier gilt es keine Zeit zu verlieren. Nur mit effektivem Umwelt- und Klimaschutz kann man künftige Naturkatastrophen verhindern.

Ist unser Wasser akut in Gefahr – wenn  zum Beispiel ein umgestürztes Fahrzeug Öl verliert - ist die Öffentlichkeit sofort alarmiert und es wird danach getrachtet, die Schäden so gering wie möglich zu halten. Nicht minder bedrohlich, jedoch weniger beachtet, ist die schleichende Gefährdung durch Chemikalien, durch Pestizide und Düngemittel, die laufend ins Grundwasser gelangen und damit eine Gefährdung auch des Trinkwassers darstellen. Wir kämpfen fortwährend gegen diese schleichende Gefährdung an. Wir kämpfen dafür, dass solche Stoffe nicht länger zugelassen beziehungsweise der Einsatz verringert und sie schrittweise aus dem Verkehr gezogen werden. Diese Forderung haben wir auch bereits mehrmals mit Anträngen im oberösterreichischen Landtag erhoben. Wir brauchen ein Ausstiegsprogramm aus Risikopestiziden, ein Programm für wasserschonende Landwirtschaft und mehr Wasserschutzgebiete.

Aufmerksamkeit bekommt unser Trinkwasser auch dann, wenn sein Status als öffentliches Gut gefährdet wird. Unser Wasser gehört allen, ebenso der freie Zugang zum Wasser. Dies steht in krassem Widerspruch zu immer wiederkehrenden Anläufen einer Privatisierung der Trinkwasserversorgung. Aktuell schmieden InvestorInnen wieder Pläne, Wasservermarktungen in großem Stil im Böhmerwald und nahe dem Attersee aufzuziehen. Natürlich bringt ein Verkauf dieses Naturschatzes reichlich Profit. Aber genau dagegen stellen wir uns. Denn mit Trinkwasser darf es keine Geschäftemacherei geben. Trinkwasser ist keine Handelsware, sondern ein Grundrecht und unsere Lebensgrundlage.

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