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am 21. Dezember 2017

Schub für Pyhrn-Priel-Tourismus

Maria Buchmayr - Die Region hat größtes Potential, im Sommer wie im Winter. Nachdem die Debatte um die unrentable Skischaukel Höss-Wurzeralm endlich vom Tisch ist, muss jetzt naturverträglicher Ganzjahrestourismus im Zentrum stehen.

Schneebedeckte Berge

Die heute angekündigten 67 Millionen Euro für die touristische Weiterentwicklung der Pyhrn-Priel-Region sind ein wichtiger Schritt, denn die Region hat enormes Potential, im Sommer wie im Winter. Aus unserer Sicht braucht es nun eine gute Abstimmung mit dem Naturschutz, denn zu den wertvollsten Gütern für Region und die GästInnen zählt eine intakte Natur. So kann es nicht sein, dass für zusätzliche künstliche Beschneiungsanlagen der Wasserhaushalt in Teilen der Region gefährdet wird. Und für die Weiterentwicklung des Tourismus muss berücksichtigt werden, dass in der Region noch Top-Beherbergungsbetriebe fehlen. Es braucht auch noch wesentliche Rahmenbedingungen bzw. buchungsentscheidende Alleinstellungsmerkmale, wie zum Beispiel ein Erlebnis-Hallenbad oder auch besondere Inszenierungen in der Region.

Viele Jahre und Ressourcen des lokalen Tourismus und der Wirtschaft sind damit verschwendet worden, irgendwie eine unrentable und umweltzerstörerische Skischaukel durch das wertvolle Naturschutzgebiet am Warscheneck durchboxen zu können. Im April 2017 hat das jüngste Rechtsgutachten im Auftrag des Landes Oberösterreich diesen geplanten Skigebietszusammenschluss erfreulicherweise endgültig vom Tisch gefegt.

Aus diesem Grund haben wir im oberösterreichischen Landtag bereits im Frühjahr 2017 einen Antrag zur "Naturverträglichen Modernisierung der Wurzeralm" und einen Antrag für einen "Tourismus-Infrastrukturplan für die Pyhrn-Priel-Region" zur touristischen Weiterentwicklung eingebracht. Wir wollen einen ganzjährigen, naturnahen Tourismus, und dafür braucht es einen genauen Zeitplan und auch die Einbindung aller Mitwirkenden wie Tourismus und Marketing, der Wirtschafts- und Gewerbetreibenden, GastronomInnen und Hoteliers sowie der Naturschutzverbände.

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