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am 17. Juli

Schnitzel: Menschen verdienen beste Qualität

Stefan Kaineder - Es muss Schluss sein mit solchen Lockangeboten der Möbelhäuser. Hier spiegeln sich die Riesenbaustellen in der Fleischproduktion wider.

2 Euro 50 für ein Schnitzel. Ein ganzes Schnitzel mit Kartoffelsalat und Zitronenscheibe als Dekor. Das ist grundsätzlich schwer verdaulich und in Zeiten der Billigfleisch-Debatte ganz besonders. In diesen Lockangeboten der Möbelhäuser spiegeln sich die Riesenbaustellen in der Fleischproduktion wider - von großindustrieller Produktion bis zum Verlust der Wertigkeit der Lebensmittel. Damit muss endlich Schluss sein.

Die Menschen verdienen ein Schnitzel in bester Qualität, abseits von Massenproduktion und Tierleid - dafür müssen wir sorgen. Heute tagen die EU-LandwirtschaftsministerInnen. Das Ziel muss sein, nicht nur den Preisverfall zu stoppen, sondern eine grundsätzliche Richtungsänderung in der Fleischproduktion auf den Weg zu bringen. Der nächste Schritt kann ja wohl nicht das Gratisschnitzel sein.

Der Fall Tönnies hat zu Recht massive Kritik ausgelöst. Er muss aber auch Umdenken und Wandel bewirken. Denn dieser Fall steht nur stellvertretend für ein durch und durch falsches System der Fleischproduktion. Ein System, dass sich nur über den Preis definiert, die KonsumentInnen zu NebendarstellerInnen und die BäuerInnen zu den Leidtragenden macht. Wenn die MinisterInnen heute unter anderem auch die "Vom Hof auf den Tisch"-Strategie besprechen, müssen daraus auch Konsequenzen und Taten folgen. Die Zukunft liegt in der Regionalität. Das bedeutet kurze Transportwege, Tierwohl, eine Zukunft für die regionale Landwirtschaft sowie Qualität und Sicherheit für die KonsumentInnen.

Stop! Kein Billigschnitzel als Lockangebot.
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