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am 18. April

Risikoproblem durch veraltete Atomkraftwerke

Rudi Anschober - Das Risiko durch veraltete Atomkraftwerke wie Mochovce steigt in Europa immer mehr.

Mochovce ist ein mahnendes Beispiel: Ein Reaktor mit Baubeginn im Jahr 1985 - mit dramatischen Sicherheitsrisiken. Es braucht noch mehr Druck für die Forderung nach einem Baustopp und einer unabhängigen internationalen Sicherheitsprüfung. Das Problem veralteter und damit hochriskanter Atomkraftwerke zieht sich aber durch halb Europa: Das Durchschnittsalter der AKWs in der EU steigt kontinuierlich, die Altersstruktur zeigt, dass 72 Prozent – 90 der 125 Reaktoren – bereits seit 31 und mehr Jahren in Betrieb sind.

Der erste Zwischenbericht der von der "Allianz der Regionen für einen europaweiten Atomausstieg" in Auftrag gegebenen Studie zeigt, dass diese geplanten und teilweise bereits umgesetzten Laufzeitverlängerungen bei AKWs mit dem Effekt eines immer älteren Atomkraftwerkparks - das Durchschnittsalter liegt bereits jetzt bei 33,4 Jahren - ein wachsendes Sicherheitsproblem wird: 

  • die alten Atomkraftwerke wären heute nicht mehr genehmigungsfähig
  • das Sicherheitsrisiko steigt durch das zunehmende Alter der Reaktoren deutlich an und die Genehmigungsverfahren für eine längere Laufzeit sind völlig intransparent

Das Ressort lädt daher für den 8. Mai FachexpertInnen aus ganz Europa zu einer Konferenz mit dem Titel: "LAUFZEIT.VERLÄNGERT.GEFAHR" nach Linz: www.nec2019.eu/de/

Die Keynote zur Veranstaltung wird der langjährige Leiter der deutschen Atomaufsichtsbehörde Prof. Dr. Wolfgang Renneberg halten.
Ziel ist es, das ExpertInnenwissen zu vernetzen und zusammenzuführen, das Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu stärken und starken politischen Druck zu entwickeln. Im Herbst wird die Studie zu "Risiko von Laufzeitverlängerungen alter AKW" fertiggestellt und dann im Europaparlament und bei der EU-Kommission präsentiert.

Die Ziele sind klar: Wir brauchen grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren auch bei Anträgen auf Laufzeitverlängerung – damit Transparenz gegeben ist und kritische Punkte zur Sicherheit der Anlagen behandelt werden. Und wir brauchen eine Obergrenze für die Betriebszeit von AKWs von maximal 40 Jahren.

Warnung vor atomarer Strahlung
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