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am 25. Oktober

Plastikrichtlinie: Umweltministerin am Zug

Rudi Anschober - Die Zustimmung des europäischen Parlaments zur Plastikrichtlinie ist ein erster wichtiger Schritt.

Plastik am Meer

Die Plastiklawine bedeutet ein Todesurteil für unzählige MeeresbewohnerInnen und Vögel. Damit zerstören wir nicht nur immer stärker unsere Lebensgrundlage, jetzt konnten WissenschaftlerInnen auch nachweisen, dass Mikroplastik mittlerweile nicht nur im Wasser, im Boden und im Essen, sondern auch bereits im menschlichen Körper gefunden werden kann.
Das zeigt, wie wichtig die EU-Offensive gegen Wegwerfplastik ist. Gestern hat das europäischen Parlament seine Zustimmung zur Richtlinie " zur Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt" gegeben.

Nun sind aber die nationalen Regierungen gefragt, eine gemeinsame Position zu erreichen, damit möglicherweise noch im November im sogenannten Trilog zwischen Europäischen Rat, dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission die Richtlinie endgültig auf den Weg gebracht werden kann. Wir fordern daher von Bundesministerin Köstinger im Rahmen der RatspräsidentInnenschaft Österreichs, sich wirksam dafür einzusetzen, dass die Richtlinie nicht verwässert wird und dadurch Schlupflöcher entstehen.

Mit Aktionen wie Gratis-Stoffsackerln im Rahmen der Initiative "Plastik(sackerl). So ein Mist", ökologische Take Away-Boxen für FleischfreiTags-PartnerInnen sowie der Förderung von nachhaltigen Festen und Veranstaltungen, den sogenannten "Green Events" unterstützt das Umweltressort bereits einen schonenden Umgang mit Ressourcen.
Doch es braucht noch mehr: Das Augenmerk muss bereits zu Anfang des Produktlebens, bei Design und Herstellung von Plastik, liegen. Langlebigkeit, Wiederverwendbarkeit und Recyclebarkeit müssen dabei viel stärker berücksichtigt werden. Daher werden wir den Dialogmit den oberösterreichischen Topunternehmen der Kunststoff-Kreislaufwirtschaftsbranche starten beziehungsweise verstärken.

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