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am 19. November

Pfandsystem: Plastikflaschen UND Aludosen

Ulrike Böker - Nur so ist das Zumüllen unseres Landes zu stoppen. Mehrweg statt Einweg ist die Zukunft.

Machen wir Schluss mit leeren Flaschen und Dosen in Müll, Straßen und Natur. Das schaffen wir nur mit einem Pfandsystem für alle Getränkeverpackungen. Selbstverständlich für Plastikflaschen, wie es heute im Ausschuss diskutiert wird. Aber das ist zu wenig. Für uns muss ein Pfandsystem auch Aludosen umfassen. Wiederbefüllen und Recyceln statt wegwerfen, Mehrweg statt Einweg – das ist die Zukunft und das muss allen bewusst sein.

In Österreich werden über vier Milliarden Getränke in Dosen, Einwegplastikflaschen und anderen Einwegverpackungen pro Jahr verkauft und weggeworfen. Der weggeworfene Müll wird immer mehr. Laut Umweltbundesamt wurden 2018 bei Flurreinigungsaktionen rund 1.000 Tonnen Abfall eingesammelt. Rund 4.500 Tonnen hat eine zusätzliche Erhebung weggeworfener Abfälle entlang von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen, Zugtrassen und Naherholungsgebieten ergeben.

So kann es nicht weitergehen. Daher sind die Pfandsystempläne von Ministerin Gewessler das einzige richtige Instrument. Es ist bekannt, dass sich Wirtschaft und Handel gegen diese Pläne stemmen. Aber nur wenn alle Beteiligten gemeinsam vorgehen und ihren Beitrag leisten, können wir verhindern, dass unser Land weiter derart zugemüllt wird.

Auch von der Bevölkerung gibt es breite Zustimmung: Laut Global 2000 sprechen sich 83 Prozent der ÖsterreicherInnen für die Einführung eines Pfandsystems aus. Dieses verringert nicht nur die Plastikmüllberge, sondern spart auch Energie, Rohstoffe, schützt unser Klima und sichert Arbeitsplätze in Handel und Getränkewirtschaft.

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