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am 25. January

OÖ: Schneckentempo bei Ausstieg aus Ölheizung

Rudi Anschober - Das Schneckentempo des Landes beim Klimaschutz durch den Ausstieg aus Ölheizungen ist nicht zu verantworten.

alte Heizungsanlage

Endlich wird unsere langjährige Forderung - der Ausstieg aus der Neuinstallation von Ölheizungen in Oberösterreich - Wirklichkeit. Allerdings vielfach nur auf dem Papier. Nur geschätzte drei Prozent der rund 1.000 in Oberösterreich ährlich neu installierten Ölheizungen sind vom geplanten Verbot betroffen. Das ist ein unglaubliches Schneckentempo in Sachen Klimaschutz.

Derzeit werden in Oberösterreich rund 100.000 Ölheizungen betrieben. Ziel muss es sein, gänzlich von der Installation neuer Ölheizungen wegzukommen. Nach ExpertInnenschätzungen liegt die Zahl neuer Ölheizungen derzeit insgesamt bei rund 1.000 pro Jahr - im Neubau, bei der Sanierung und durch einen direkten Kesselumtausch von Öl auf Öl.

Der vorliegende Entwurf des Energieressorts für ein Verbot von neuen Ölheizungen trifft nur auf die erste Gruppe, den Neubau, zu - und auch hier sind umfangreiche Ausnahmen vorgesehen. ExpertInnen schätzen, dass davon jährlich daher nur rund 3% der Gesamtmenge neuer Ölheizungen vom Verbot betroffen sein werden. Damit würde Oberösterreich die schwächste Regelung aller österreichischen Bundesländer erhalten. Oberösterreich braucht beim Klimaschutz viel mehr Tempo - der Ausstieg aus neuen Ölheizungen ist dazu eine wichtige Nagelprobe. Oberösterreich sollte daher die viel umfassendere Regelung Wiens oder Salzburgs übernehmen. Wir brauchen in Oberösterreich viel mehr Tempo und Mut bei der existenziellen Überlebensfrage Klimaschutz.

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