Bezirkegruene.at
Navigation:
am 25. März

Ohne Insekten keine Land­wirt­schaft

Maria Buchmayr - Der Frühling steht vor der Tür, aber in den letzten Jahren gab es so wenig Bienen, Schmetterlinge und Insekten wie noch nie. Weg mit Glyphosat und Neonicotinoiden. Wir brauchen ein Maßnahmenpaket für den Verzicht auf Risiko-Pestizide, die Erhaltung von Blühflächen und die Verringerung des Flächenverbrauchs.

Themenfoto Umweltgift Foto

Heute gibt es 80% weniger Insekten als noch vor 30 Jahren. Mehr als die Hälfte aller Schmetterlingsarten sind akut gefährdet. Unsere Bienen sterben, und das jedes Jahr in stärkerem Ausmaß. Das Insektensterben hat schwerwiegende Auswirkungen auf uns alle: Damit unsere Landwirtschaft gedeihen kann, brauchen wir unsere Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Insekten. Der Blick nach China, wo bereits großflächig Bäume von Hand bestäubt werden müssen, muss uns allen eine große Warnung sein. Handeln wir jetzt, sorgen wir dafür, damit Oberösterreich auch in Zukunft jedes Jahr aufs Neue aufblüht. Schützen wir unsere wertvolle Naturlandschaft, und damit unsere eigene Lebensqualität.

Retten wir unsere Insekten - Stoppen wir den Einsatz von Glyphosat und Neonictotinoiden

Hauptursache für das Insektensterben ist der intensive Einsatz von Pestiziden und der Mangel an Blühflächen durch intensive Landbewirtschaftung und Flächenversiegelung. Wir fordern ein umfassendes Maßnahmenpaket: Wir müssen schrittweise aus dem Einsatz von Risiko-Pestiziden aussteigen. Wir müssen das Umweltgift Glyphosat endlich konsequent verbannen, für die als Bienengift wirksamen Neonikotinoide braucht es aufgrund ihrer Gefährlichkeit ein Sofortverbot.

Wir dürfen künftig auch deutlich weniger Boden versiegeln. Gerade in Oberösterreich ist der Flächenverbrauch schwerwiegend und unnötig hoch. Und wir brauchen vielfältigere Landschaftsstrukturen. Dafür ist auch die Ausweitung der Natura 2000-Schutzgebiete wichtig. Hier hat Oberösterreich seit Jahren Nachholbedarf. Aktuell gibt es 46 Natura 2000-Gebiete in Oberösterreich, die rund 7% der Landesfläche einnehmen. Das ist im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 15% wenig. Hier braucht es noch weitere Schutzgebietsergänzungen.

Start der unserer Frühlingsinitiative: Damit OÖ aufblüht

Um in den nächsten Wochen verstärkt darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig der Erhalt von Naturlandschaften und die Eindämmung des Flächenverbrauchs sind, starten wir in ganz Oberösterreich mit unserer Frühlingsinitaitive "Damit OÖ aufblüht" Zudem haben wir in den letzten Monaten auch mehrere Initiativanträge in den oberösterreichischen Landtag eingebracht und Bündnisse mit den Gemeinden geschmiedet. Aktuell haben auf Initiative von Umweltlandesrat Anschober bereits rund 90 Gemeinden in Oberösterreich beschlossen, im eigenen Wirkungsbereich kein Glyphosat mehr einzusetzen. Und es werden immer mehr. Sorgen wir alle gemeinsam, dass Oberösterreich so grün und artenreich bleibt, wie wir es kennen.

Jetzt spenden!