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am 17. Mai

ÖVP & FPÖ gegen Ausstieg aus Risikopestiziden

Maria Buchmayr - Enttäuschend, unverständlich und kurzsichtig: trotz klarer Argumente für einen schrittweisen Ausstieg lehnt Schwarz-Blau unseren Antrag ab.

Verdorrte Wiese

Risikopestizide sind gefährlich, schaden Mensch und Umwelt. Wir müssen schrittweise den Einsatz dieser Gifte beenden. Das zeigen alle Daten und Fakten und sollte selbstverständlich sein. Leider stellen sich ÖVP und FPÖ gegen diesen Schritt und haben unseren entsprechenden Antrag heute abgelehnt. Wir  haben diesen Landtag dem Schwerpunkt Pestizidausstieg gewidmet, eine aktuelle Stunde unter dem Motto "Damit OÖ aufblüht" initiiert und in diesem Rahmen alle Argumente gegen Pestizideinsatz vorgebracht und intensiv debattiert. Dass ÖVP und FPÖ dennoch nicht mitziehen, ist enttäuschend, unverständlich und kurzsichtig.

Mit ihrem Antrag haben wir einen schrittweisen Ausstieg aus Pestiziden mit besonderem Gefahrenpotential gefordert. Konkret

  • Eine Strategie zur Verbesserung der Lebensgrundlagen von Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten und Vögeln sowie ein Verwendungsverbot von Glyphosat.
  • Ein Gesamtverbot der Neonikotinoide, keine Zulassung riskanter Ersatzprodukte und ein Verbot des Pestizid Wirkstoffs Glyphosat.
  • Die Förderung von umweltfreundlichen Pflanzenschutzmaßnahmen inklusive des Ausbaus der Biolandwirtschaft.

Nach jahrzehntelangem Einsatz von Pestiziden und Verharmlosung der Folgen, ist nun klar: Pestizide schaden Mensch und Umwelt. Sie sind mitverantwortlich für das Insektensterben, den Rückgang der Bestäubung von Nutzpflanzen und somit auch eine Bedrohung für die Menschen.

Die EU hat jetzt die drei gefährlichsten Insektengifte verboten. Das ist ein Erfolg, aber dennoch nur ein Zwischenschritt. Denn viele weitere gefährliche Pestizide bleiben am Markt. Es muss schrittweise einen gänzlichen Ausstieg aus Risikopestiziden geben. Darauf werden wir gegen alle Widerstände weiter hinarbeiten. Der Druck, die immer klareren Risiken und dramatischeren Folgen werden auch diese Widerstände schwinden lassen. Denn es gibt keine Alternative zu diesem Ausstieg.

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