Bezirkegruene.at
Navigation:
am 22. April

Notzulassung: genehmigte Pestizide als Regel

Johanna Bors - Per Notzulassung genehmigte Pestizide werden zum Regelfall. So untergräbt man den Kampf gegen Gifte und für den Tierschutz.

So bekommen wir die hochgiftigen Pestizide nicht von den Feldern. Einerseits wollen wir diese Gifte zurückdrängen, andererseits gibt es auch in Oberösterreich diese Notfallzulassungen bei Neonikotinoiden – gerade jetzt bei den RübenbäuerInnen. So verhindert man den Kampf gegen die Neonikotinoide und gegen das Wildbienen-, Insekten- und Artensterben. Diese Ausnahmeregelung muss sofort gestoppt werden. Daher haben wir heute eine mündliche Anfrage an Landesrat Hiegelsberger im heutigen Landtag zu möglichen Alternativen zum Einsatz des Neonikotinoide-Nervengifts gestellt. Denn zum dritten Mal in Folge hat heuer das Bundesamt für Ernährungssicherheit das Neonikotinoide-Nervengift "Poncho Beta" in Ober- und Niederösterreich sowie in der Steiermark für den Zuckerrübenanbau 2021 zugelassen - auf Antrag der RübenbäuerInnenvertretung. ​

​Obwohl die wesentlichen Neonikotinoide in der EU teilweise bereits seit 2013 und seit Mitte 2018 auch komplett im Freiland verboten sind, unterlaufen mehrere Mitgliedsstaaten diese klare Vorgabe, darunter auch Österreich. Diese Gifte wurden Mitte 2018 EU-weit im Freiland verboten - auch mit der Stimme von Landwirtschaftsministerin Köstinger. Schon in der Folge-Aussaatsaison 2019 ist dieses Verbot durch die Notfallzulassungen wieder ausgehöhlt worden. Das ist völlig sinnentleert. ​

​Aktuell prüft die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA die Notfallzulassungen von Neonikotinoiden im Zuckerrübenanbau mehrerer EU-Mitgliedsstaaten einschließlich Österreich. Ein Ergebnis ist für die zweite Jahreshälfte 2021 angekündigt. ​

Spritzmittelaufbringung am Feld
Wir brauchen Dich! - Jetzt Mitglied werden!