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am 12. Oktober

Nordic Arena Hellmonsödt: Umweltprüfung nötig

Ulrike Böker, Maria Buchmayr - Die geplante nordische Sportanlage verursacht erhebliche Umweltauswirkungen und liegt in einem Gebiet mit höchst unsicherer Schneelage.

Langlaufen

Die geplante "Nordic Arena" in Hellmonsödt bringt viele Fragen und eine gehörige Portion Skepsis. Denn dieses nordische Skiprojekt lässt erhebliche Umweltauswirkungen erwarten, sowohl auf die BewohnerInnen als auch auf die Umwelt. Um dies erstens seriös bewerten zu können, fordern wir eine umfassende strategische Umweltprüfung des geplanten Projekts. Zweitens stellt sich grundsätzlich die Frage, wie sinnvoll eine derartige Wintersportanlage in dieser Lage ist.

Die geplante "Nordic Arena" soll ganzjährig Langlauf- und Biathlonsport ermöglichen. Das Projekt umfasst bauliche Anlagen mit asphaltierten Loipen, Beschneiungsanlagen, Schießständen, Stellplätzen und Gebäuden. Es ist klar, dass eine derartige Anlage und deren Betrieb Folgen hat. Folgen für Böden, Wasser, die Luftqualität und den Lebensraum der Tiere. Folgen aber auch für die AnrainerInnen durch zusätzlichen Verkehr und Verkehrslärm. Selbstverständlich muss das alles im Detail geprüft werden.

Es stellt sich aber auch ganz grundsätzlich die Frage nach der Sinnhaftigkeit dieses Projekts. Denn Oberaigen-Hellmonsödt liegt auf einer Seehöhe von rund 800m. Die Klimaforschung prognostiziert für die nächsten Jahrzehnte einen deutlichen Rückgang der Schneemenge in diesen niedrigen Höhenlagen. In solchen Gebieten mit absehbar zunehmendem Schneemangel viel Geld der öffentlichen Hand für Wintersport zu investieren, halten wir für fragwürdig.

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