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am 22. Oktober

Nordic Arena: Anfrage an LR Achleitner

Ulrike Böker - Die geplante Nordische Sportanlage in Hellmonsödt bringt erhebliche Umweltfolgen, während die unsichere Schneelage die Sinnhaftigkeit in Frage stellt. Eine seriöse Wirtschaftlichkeitsrechnung und strategische Umweltprüfung sind unverzichtbar.

Die geplante "Nordic Arena" in Hellmonsödt ist mehr als umstritten. Es gibt viel Skepsis und viele offene Fragen. Konkrete Antworten darauf erwarten wir speziell von Tourismuslandesrat Achleitner, dem wir eine schriftliche Anfrage zu diesem Projekt übermittelt haben. Denn diese Sportanlage bringt Folgen mit sich – sowohl für die BewohnerInnen als auch für die Umwelt.

Mit der schriftlichen Anfrage wollen wir Antworten zu folgenden Fragen:

  • Welche Ergebnisse der fachlichen Prüfungen beim Amt der oberösterreichischen Landesregierung im Rahmen des Flächenwidmungsplanänderungsverfahrens liegen vor?
  • Welche Finanzierungen seitens des Landes Oberösterreich sind für das Projekt vorgesehen?
  • Welche Annahmen zur mittel- und langfristigen Klimaentwicklung für den Standort wurden von den durch Landesrat Achleitner beauftragten externen GutachterInnen herangezogen? Landesrat Achleitner hat für Herbst die Fertigstellung und Präsentation dieser externen Gutachten angekündigt.

Bei einer Seehöhe von rund 800 Metern muss grundsätzlich die Frage nach der Sinnhaftigkeit dieses ganzjährigen nordischen Projekts gestellt werden. Die Klimaforschung prognostiziert für die nächsten Jahrzehnte einen deutlichen Rückgang der Schneemenge in diesen niedrigen Lagen. In solche Gebiete mit absehbar zunehmendem Schneemangel und immer ungünstigeren Bedingungen für künstliche Beschneiung viel Geld der öffentlichen Hand zu investieren, lehnen wir ab.

Die geplante "Nordic Arena" umfasst bauliche Anlagen mit asphaltierten Loipen, Beschneiungsanlagen, Stellplätzen und Gebäuden. Es ist ganz klar, dass eine solche Anlage und deren Betrieb Folgen hat - Folgen für Boden, Wasser, die Luftqualität und den Lebensraum der Tiere. Folgen aber auch für die AnrainerInnen durch zusätzlichen Verkehr und damit verbundenem Verkehrslärm. Dafür fordern wir eine umfassende strategische Umweltprüfung des Projekts, auch als Wertschätzung für die Anliegen und Sorgen der vor Ort gebildeten BürgerInneninitiative. Zusätzlich braucht es eine langfristige Wirtschaftlichkeitsprüfung des "Nordic Arena"-Projekts, da dieses auch Folgen für das Budget der Gemeinde und des Landes Oberösterreich hat. Selbstverständlich muss das alles im Detail seriös bewertet werden.

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