Bezirkegruene.at
Navigation:
am 17. Juli

Naturjuwel Pesenbachtal besser schützen

Maria Buchmayr, Ulrike Böker - Die Schutzgebietsverordnung für das Pesenbachtal muss an die neuen Gegebenheiten angepasst werden.

natürlicher Bachlauf

Das Pesenbachtal ist ein Naturjuwel unseres Bundeslandes und muss besser geschützt werden. Es ist das älteste Naturschutzgebiet in Oberösterreich mit einer besonderen Tier- und Pflanzwelt. Wir haben uns vor Ort ein Bild von der Schönheit und Vielfalt dieses Gebiets machen können​. Ein Gebiet, das leider durch verschiedene Faktoren bedroht ist. Dem muss die Politik entgegensteuern und für besseren Schutz sorgen.

Die Zukunft dieses ältesten und einzigartigen Schutzgebietes in Oberösterreich gibt Anlass zur Sorge. Denn mehrere Entwicklungen der letzten Jahre haben das dortige Ökosystem wesentlich verändert und gefährden Teile davon. Dazu zählen ein verheerendes Hochwasser 2002, aktuell massive Baumschlägerungen aufgrund von starkem Borkenkäferbefall, mögliche Verwendung nicht heimischer Pflanzen bei Wiederaufforstungen und nicht heimischer Fischarten beim Besatz des Gewässers.

Alle dieses Faktoren machen einen besseren Schutz für das Pesenbachtal dringend notwendig. Vor allem muss die Naturschutzgebietsverordnung für das Pesenbachtal überarbeitet werden. Diese Verordnung ist seit 55 Jahren unverändert und muss endlich an die jetzige Situation angepasst werden. Eine Aktualisierung der Schutzbestimmungen und Nutzungsrechte ist dringend nötig.

zum Pesenbachtal

Das Naturschutzgebiet Pesenbachtal wurde bereits 1963 verordnet und ist damit das älteste Naturschutzgebiet in Oberösterreich. Kernstück dieses Naturschutzgebietes im südlichen Mühlviertel bildet der Pesenbach, der sich schluchtartig in Richtung Donau stürzt.
Zu den Besonderheiten zählen die so genannte blaue Gasse, eine etwa einen Meter breite Rinne mit auffälliger blauschwarzer Färbung, die durch einen Hornblende-Nadel-Porphyrit-Gang verursacht wird. Das Wasser einer leicht radioaktiven Quelle, der Brunoquelle, wird in der nahegelegenen Kneippkuranstalt Bad Mühllacken verwendet.
An den Nordhängen des Tales dominiert die Fichte, die angepflanzt wurde und als standortsfremder Baum nicht in das Tal passt. An den Südhängen sind trockenheitsliebende Bäume wie Hainbuche und Waldkiefer zu finden. Die Tierwelt umfasst unter anderem Äskulapnattern, Smaragdeidechsen und zahlreichen Feuersalamander.​​

Jetzt spenden!