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am 15. Februar

Nationalpark Kalkalpen: Erweiterung abgelehnt

Maria Buchmayr - Die längst überfällige Erweiterung des Nationalparks Kalkalpen wurde von ÖVP und FPÖ abgelehnt. Damit werden große Chancen für Umwelt und Tourismus vergeben. Das nächste Signal der anspruchslosen Naturschutzpolitik von Schwarz-Blau.

Es wäre höchste Zeit, den Nationalpark Kalkalpen jetzt endlich zu erweitern. Leider haben ÖVP und FPÖ eine rasche Erweiterung und unseren Antrag dazu im Ausschuss abgelehnt. Das ist ebenso bedauerlich wie unverständlich. Der Nationalpark ist eines der wichtigsten Naturjuwele des Landes und touristisches Aushängeschild der Region. Außerdem ist die Erweiterung bereits bei der Gründung des Nationalparks vereinbart worden. Die Ablehnung zeigt aber den Stellenwert des Umweltschutzes für Schwarz-Blau. Einen Stellenwert, der sich auch im Umgang mit der UmweltanwältInnenschaft zeigt.

Wie bei der Gründung des Nationalparks im Jahr 1997 vereinbart, soll die Errichtung etappenweise vorangehen. Zwei Jahrzehnte danach, wäre es an der Zeit, den Nationalpark flächenmäßig über den ersten Schritt hinaus zu vergrößern. Konkret geht es um eine Ausweitung um die Haller Mauern (6.000ha) und das Tote Gebirge (32.000ha). Das Warscheneck (10.000ha) wird hier dazugerechnet. Wir haben bereits vor zwei Jahren diese Erweiterung eingefordert. Wir haben die besten Argumente vorgebracht aber sie stoßen auf taube Ohren - zum Schaden der Umwelt aber auch des Tourismus. Es werden damit große Chancen vergeben.

Dem Ganzjahrestourismus in der Region, der sich stark auf eine intakte Natur stützt, würde das neue Impulse zu geben. Der Nationalparkstatus bietet zusätzliche Schutzmöglichkeiten zum Naturschutzgebietsstatus, der in Teilen der Erweiterungsflächen bereits existiert. Nicht zuletzt erleichtert ein konkreter Erweiterungsauftrag für den letztes Jahr neu bestellten Nationalparkdirektor die strategische Planung für die mittel- und langfristige Entwicklung des Nationalparks Kalkalpen.

Diese Ablehnung ist unverständlich aber auch bezeichnend für die anspruchslose Naturschutzpolitik von Schwarz-Blau. Eine Naturschutzpolitik die mit der aktuell laufenden Naturschutzgesetznovelle auch die Kompetenzen der UmweltanwältInnenschaft beschneidet und Verschlechterungen im Natur- und Landschaftsschutz durchsetzt.

Erweiterungsplan für den Nationalpark Kalkalpen
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