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am 6. Juni

Möglichkeit zur stressfreien Schlachtung in OÖ

Stefan Kaineder - Unsere Initiative wird umgesetzt: Künftig können Nutztiere im gewohnten Lebensumfeld geschlachtet werden. Damit wird unsere langjährige Forderung endlich Realität.

Kühe auf Weide

Wir habens möglich gemacht. Künftig können Nutztiere in ihrem natürlichen Umfeld und damit stressfrei geschlachtet werden. Das war überfällig und wird nun auf unseren Druck und Initiative auch endlich umgesetzt. Davon profitieren die BäuerInnen, der Tierschutz und auch die KonsumentInnen. Denn sie erhalten damit allerbeste, regionale Fleischqualität. Es ist also erfreulich, dass der zuständige Landesrat Hiegelsberger unsere Idee aufgenommen hat und morgen die Umsetzung präsentieren wird.

Es war klar, dass es zur aktuellen, untragbaren Praxis Alternativen geben muss. Derzeit werden die Nutztiere teils über weite Distanzen in große Schlachthäuser transportiert, dort unter stressigsten Bedingungen geschlachtet. Wir Grüne haben immer darauf hingewiesen, dass es auch anders geht. Wir haben bereits vor zwei Jahren die erste Initiative gesetzt und im Landtag Druck gemacht. Das hat schließlich gefruchtet und jetzt beschreiten wir neue Wege. Das ist auch ganz im Sinne der ÖBV (Österreichische Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung), die seit mittlerweile fünf Jahren diese stressfreie Schlachtungsmethode einfordert.

Künftig sind damit Schlachtungen im gewohnten Lebensumfeld der Nutztiere mit einer mobilen Schlachtanlage möglich – sowohl durch gewerbliche als auch bäuerliche zugelassene Schlachtbetriebe. Beispielsweise ist bei Rindern in ganzjähriger Weidehaltung nun erstmals die Weideschlachtung und anschließende Verwertung in zugelassenen Schlachtbetrieben erlaubt. Oberösterreich setzt nun das um, was in anderen Ländern schon geraume Zeit möglich ist. Beispiele aus Bayern und Südtirol zeigen, dass die stressfreie Schlachtung im gewohnten Lebensumfeld der Nutztiere nach Sanitäts- und Veterinärrecht auch in Oberösterreich problemlos umsetzbar, sinnvoll und im Interesse sowohl der BäuerInnen als auch des Tierschutzes ist.

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