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am 2. Dezember 2019

Mochovce: nach Beschädigungen Kontrolle nötig

Rudi Anschober - Nach Beschädigungen wichtiger Rohrleitungen im Reaktor des AKW Mochovce braucht es lückenlose Kontrolle und volle Transparenz.

Die Enthüllungen der jüngsten Vergangenheit beim slowakischen AKW Mochovce - nur 350 Kilometer von Linz entfernt - sind dramatisch. Wie heute bekannt wurde, hat ein beteiligter Statikingenieur nun die Beschädigung großer Rohrleitungen bestätigt. In mindestens drei Fällen seien systemwichtige, große Rohrleitungen des Reaktors, darunter im Boden verlegte Notkühlsysteme angebohrt und zerstört worden.

Die heutigen Berichte zu den beschädigten Rohrleitungen in Mochovce sind ein weiterer Beweis dafür, dass es sich bei Mochovce um eine tickende Zeitbombe handelt. Als nächsten Schritt braucht es daher bei der derzeit laufenden Kontrolle durch die internationale Atomenergie-Organisation IAEO eine vollständige Offenlegung und eine strenge Prüfung aller Bohrprotokolle. Die österreichische Bundesregierung muss nun dringend und rasch den Druck erhöhen und zum Schutz der Bevölkerung die Offenlegung aller Prüfprotokolle einfordern.

Genauso alarmierend wie die aktuellen Enthüllungen ist aber auch, dass der Bau der Blöcke 3 und 4 bereits in den 1980er Jahren gestartet wurde, seit 1993 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt war und damit jetzt völlig veraltete Reaktoren in Betrieb gehen sollen. Geht diese Anlage in Betrieb, ist das ein Atomrisiko für ganz Europa. Es muss jetzt also darum gehen, einen raschen Baustopp durchzusetzen.

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