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am 14. Mai

Langstreckentransporte von Kälbern: Tierleid

Stefan Kaineder - Wir setzen uns dafür ein, die Transporte durch Stärkung des Heimmarktes und Aufklärung der KonsumentInnen einzudämmen.

Wir müssen dieses Tierleid endlich abstellen - vermeiden wir endlich die Langstreckentransporte von Kälbern; sowohl aus als auch nach Oberösterreich. Dazu müssen wir die Kälbermast hier in Oberösterreich unterstützen und wieder rentabel machen. Und es gilt die KonsumentInnen aufzuklären: über die Transporte selbst und vor allem wie sinnlos sie sind. Das beste Kalbfleisch gibt es ohnehin hier bei uns. Wir haben dazu einen entsprechenden Antrag eingebracht und erwarten, dass alle Fraktionen hier mitziehen.

Oft sind als Kurzstreckentransporte deklarierte Kälberlieferungen tatsächlich Langstreckentransporte in andere EU-Länder - ohne Einhaltung von ausreichenden Pausenzeiten. Das zeigen aufgedeckte Fälle in Vorarlberg und Salzburg. Das Ziel muss es daher sein, Kälbertransporte grundsätzlich einzudämmen und zu vermeiden. Oberösterreich hat es in der Hand, hier als gutes Beispiel voranzugehen. 

Österreich exportiert deutlich weniger Kalbfleisch als es importiert. Die Importe kommen häufig aus den Niederlanden. Erstens weil die Mast dort billiger ist, zweitens weil die KonsumentInnen das helle Fleisch dieser Kälber als höherwertiger betrachten als das etwas dunklere heimische. Diese Annahme ist aber falsch. Denn das vermeintlich höherwertige "weiße" Kalbfleisch stammt weniger gesunden Kälbern und weist auf starken Eisenmangel hin.

Wir haben im Land das bessere Kalbfleisch, weil die Tiere natürlicher – sprich mit mehr Gras und Heu - gefüttert werden. Es gilt die KonsumentInnen aufzuklären, sie zu animieren, heimisches, dunkleres Kalbfleisch zu kaufen, damit die heimische Produktion anzukurbeln und den Heimmarkt zu stärken. So machen wir Langstreckentransporte und Tierleid unnötig.

Wir fordern dazu folgende Maßnahmen: Im eigenen Wirkungsbereich des Landes soll Kalbfleisch aus Oberösterreich verwendet werden - also in Küchen und Kantinen von Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen, Alten- und Pflegeheimen. Zudem soll die Kälbermast gefördert und wieder rentabel gemacht, die AMA in die Verantwortung genommen und die Informationsarbeit für die KonsumentInnen verstärkt werden.

Stefan Kaineder am Bauernhof mit einem Kalb
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