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am 20. Februar

Kälber: Langstreckentransporte unnötiges Leid

Die Redaktion - Gastartikel NAbg. Clemens Stammler, Grüner Sprecher für Regionalpolitik

Österreichische Kälber zur Schlachtung in den Libanon zu transportieren, ist ebenso unsinnig wie unvernünftig. Diese Transporte verursachen unsagbares Tierleid, das gestoppt werden muss. Alleine die Einhaltung bestehender europäischer Tiertransportrichtlinien würde diese Qual nicht zulassen. Es muss strengere Kontrollen auf der Straße geben und der regionale Markt muss gestärkt werden. Rinder gehören auf die Weide, nicht auf die Autobahn. Wir sind fassungslos über die Berichte über den Weg der Kälber von ihrer Geburt in Österreich, ihre Mast in Spanien bis zur Schlachtung im Libanon – darunter auch vermutlich ein Kalb aus dem Bezirk Braunau in Oberösterreich.

Das Ziel muss es ganz klar sein, solche Kälbertransporte grundsätzlich einzudämmen und zu vermeiden. Dafür muss der Inlandsmarkt und damit auch der Heimmarkt in Oberösterreich deutlich gestärkt werden. Es ist Aufgabe der AMA Marketing, einen ausreichenden Inlandsmarkt für österreichisches Kalbfleisch herzustellen. Auch der Landwirtschaftskammer müsste neben dem Tierwohl auch die zu erreichende Wertschöpfung für die BäuerInnen bei der Kälbermast ein Anliegen sein. Zudem sollten Zuchtverbände sowie die Rinderbörse mit dem Handel Marken- und Qualitätsprogramme entwickeln. Indem wir den Heimmarkt stärken, machen wir Langstreckentransporte und Tierleid unnötig.

Wir begrüßen daher auch die Ankündigung von Bundesminister Rudolf Anschober, einen Tiertransport-Gipfel einzuberufen: Jetzt ist es Zeit zu handeln und effektive Wege zu finden, um dieses Tierleid zu stoppen.

Clemens Stammler auf seinem Hof
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