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am 4. Jänner

Immer mehr entscheiden sich für Reparatur

Rudi Anschober - Im Rahmen der neuen Initiative "Reparaturbonus" konnten bereits 510 Förderungen ausbezahlt werden. Auch immer mehr Unternehmen machen mit.

Handy mit zerbrochenem Display

"Reparieren statt Wegwerfen" ist das Ziel des Mitte September 2018 in Oberösterreich gestarteten Reparatur-Bonus. Wer ein Elektrohaushaltsgerät bei einem im oberösterreichischen Reparaturführer gelisteten Unternehmen reparieren lässt, erhält als Motivation eine kleine Förderung des Umweltressorts. Das war die Grundidee der Initiative, die erstmals in Oberösterreich gestartet wurde und nach dem großen Erfolg von Revital - Reparatur und Wiederverkauf von Altwaren in eigenen Revital-Shops - einen zweiten Schritt weg von der Wegwerfgesellschaft und hin zu mehr Nachhaltigkeit bringen soll. Nun liegt eine erste Zwischenbilanz über die ersten drei Monate vor - und der Erfolg ist beachtlich: bereits 510 Förderungen konnten ausbezahlt werden.

Waschmaschinen, Geschirrspüler, Kaffeemaschinen

Die Verteilung der reparierten Geräte ist durchaus breit: jeweils 27% Waschmaschinen und Geschirrspüler, 18% Kaffeemaschinen, 9% Elektroherde, aber in Einzelfällen auch Fernseher, Geschirrschränke und vieles andere mehr. Reparaturen wurden in allen Bezirken durchgeführt, hauptsächlich in Linz; pro-Kopf gerechnet haben die Bezirke Ried, Steyr-Stadt und Freistadt die Nase vorne.

21.000 kg weniger Abfall

Auch die Altersverteilung ist breit - am stärksten wurden Reparaturen von der Altersgruppe zwischen 40 und 60 in Auftrag gegeben. Die bisher reparierten Geräte haben ein Gewicht von 21.000kg - also landeten 21.000kg weniger im Abfall. Die durchschnittliche Förderhöhe lag in diesen ersten drei Monaten bei 72 Euro.

Es ist sehr beachtlich, wieviel dieser kleine Förderanreiz bewegt. Menschen denken an die Option der Reparatur, freuen sich über den Bonus und etliche Unternehmen haben sich neu dazu entschieden, in die Reparatur einzusteigen und sich im Reparaturführer listen zu lassen. Die Initiative wird natürlich 2019 fortgesetzt und wir gehen davon aus, dass sie mit steigender Bekanntheit und immer mehr mitmachenden Unternehmen noch weiter an Dynamik gewinnen wird.

Reparaturführer OÖ
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