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am 7. Jänner

Hoch­wasser­schutz: Dämme alleine reichen nicht

Ulrike Böker - Dezentraler Hochwasserschutz mindert die Ursachen für die Entstehung von Hochwässern.

kleine Wehranlage

Wir müssen beim Hochwasserschutz um- oder besser weiterdenken. Der normale, zentrale Hochwasserschutz alleine reicht nicht. Wir müssen den dezentralen Hochwasserschutz verstärken und ausbauen. Denn damit können wir die Ursachen vermindern, dass Hochwässer überhaupt entstehen. Bei der derzeitigen Klimaentwicklung müssen wir das stärker in den Blick rücken. Dazu haben wir auch einen Antrag gestellt, der im kommenden Ausschuss behandelt wird.

Der Klimawandel führt zu Wetterextremen – neben Hitzewellen mit Trockenheit auch Starkregen und Hochwassergefahr. Wir stehen vor der Herausforderung, den Klimawandel zu bremsen. Aber auch uns beim Hochwasserschutz an diese dramatische Entwicklung anzupassen und ein Bündel von Maßnahmen zu ergreifen. Dazu zählt der dezentrale Hochwasserschutz und dafür brauchen wir zusätzliche Fördermöglichkeiten.

Denn das derzeitige Wasserbautenförderungsgesetz umfasst nur den Bau von Dämmen und großen Rückhaltebecken, nicht aber den dezentralen Hochwasserschutz. Dieser konzentriert sich nicht nur auf die Fließgewässer selbst, sondern beinhaltet Maßnahmen, die im gesamten Einzugsgebiet an einer Vielzahl von Stellen und nahezu innerhalb jeder Landnutzungsform umgesetzt werden können – unter anderem die Schaffung kleiner Speicherräume zur Reduktion des abfließenden Wassers, die Förderung der Wasserspeicherfähigkeit der Böden durch angepasste Bewirtschaftung auf landwirtschaftlichen Flächen und in Wäldern sowie den Regenwasserrückhalt im bebauten Gebiet.

Der dezentrale Hochwasserschutz ist ein effektives, zusätzliches Instrument. Bei der Exkursion des Umweltausschusses des oberösterreichischen Landtags zur Feldaist bei Pregarten haben wir uns von der Funktionsweise des dezentralen Hochwasserschutzes ein Bild machen können. Er ist ein Instrument, der nicht nur Hochwässer reduziert, sondern Trockenperioden mildert, Bodenerosion bremst und dazu die Artenvielfalt fördert. Wir schlagen daher vor, ein Pilotprojekt in Oberösterreich zu starten, mit dem dezentraler Hochwasserschutz in der Praxis getestet werden kann.

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