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am 16. November

Hoch­wasser­schutz braucht Umdenken

Ulrike Böker - Auf unsere Initiative hat sich der oberösterreichische Landtag an der Feldaist ein Bild von Möglichkeichten für dezentralen Hochwasserschutz gemacht. Dieser reduziert Hochwässer, mildert Trockenperioden, bremst Bodenerosion und fördert die Artenvielfalt.

Exkursion des oö. Landtags zum Hochwasserschutz Feldaist

Wir brauchen ein Umdenken beim Hochwasserschutz, auch im Mühlviertel. Wir müssen neben dem zentralen auch den dezentralen Hochwasserschutz viel stärker vorantreiben. Mit dem derzeitigen Wasserbautenförderungsgesetz wird nur der Bau von Dämmen und großen Rückhaltebecken gefördert, nicht aber das Vermindern der Ursachen für das Entstehen von Hochwasser. Das muss sich ändern. Hier braucht es zusätzliche Fördermöglichkeiten.

Auf unsere Initiative hat der Umweltausschuss des  oberösterreichsichen Landtag eine Exkursion zur Feldaist bei Pregarten unternommen. Auf Einladung der regionalen Initiative für ökologischen und nachhaltigen Hochwasserschutz wurden die Herausforderungen vor Ort erkundet und diskutiert. Dazu gibt es auch einen Initiativantrag von uns im Landtag, der die Förderung dezentraler Maßnahmen für den Hochwasserschutz fordert - als Ergänzung zu den bisher im Vordergrund stehenden zentralen Hochwasserschutzmaßnahmen.

Der Klimawandel hat uns bereits im Griff, mit Wetterextremen von Hitzewellen bis Starkregen einschließlich Hochwassergefahr und Trockenheit. Die Herausforderung ist dementsprechend, nicht nur den Klimawandel zu bremsen, sondern uns auch beim Hochwasserschutz an die Entwicklung anzupassen und umzudenken.

Dezentrale Maßnahmen bedeuten, sich bei künftigen Hochwasserschutzprojekten nicht nur auf die Fließgewässer selbst zu konzentrieren. Vielmehr sind es Maßnahmen, die im gesamten Einzugsgebiet an einer Vielzahl von Stellen und nahezu innerhalb jeder Landnutzungsform umgesetzt werden können. Das beinhaltet unter anderem die Schaffung kleiner Speicherräume zur Abflussreduktion, die Förderung der Wasserspeicherfähigkeit durch angepasste Bewirtschaftung auf landwirtschaftlichen Flächen und in Wäldern, sowie den Regenwasserrückhalt im bebauten Gebiet. All das reduziert Hochwässer, mildert Trockenperioden, bremst Bodenerosion und fördert dazu die Artenvielfalt.

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