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am 25. November 2020

Getränkeverpackungen zurück ins Geschäft

Stefan Kaineder - Achtlos weggeworfene Plastikflaschen oder Aludosen gefährden die Gesundheit von Tier und Mensch.

Wenn wir das Littering - das achtlose Weggewerfen von Müll wie Getränkeflaschen oder Aludosen - stoppen, dann verhindern wir auch Tierleid. Nur wenn wir den Plastik- und Dosenmüll aus unserer Landschaft wegbekommen, verhindern wir, dass Tiere sich dadurch verletzen oder gar elend verenden. Es ist vor allem dieser Müll, der achtlos weggeworfen und zu einem immer größeren Problem wird. Ein Problem, das nur gemeinsam gelöst werden kann. Durch die KonsumentInnen, die Politik und vor allem durch verantwortungsbewusste Handelsbetriebe und GetränkeerzeugerInnen. In diesem Verbund muss es ein gemeinsames Abrücken von der Wegwerfmentalität geben.

Der weggeworfene Müll wird immer mehr. Laut Umweltbundesamt wurden 2018 bei Flurreinigungsaktionen rund 1.000 Tonnen Abfall eingesammelt. Rund 4.500 Tonnen hat eine zusätzliche Erhebung gelitterter Abfälle entlang von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen, Zugtrassen und Naherholungsgebieten ergeben.

Das ist eine Riesenmenge Müll, die nicht nur die Landschaft verschandelt, den Boden schädigt, sondern teils auch in die Futtermittel für die Tiere gelangt. Mit verheerenden Folgen sowohl für Nutz- als auch Wildtiere. Denn Aludosen oder Plastikflaschen werden bei der Futterernte zerkleinert und gelangen so als spitze und gefährliche Fremdstoffe in den Magen der Tiere.

Littering bedroht nicht nur die Tiere selbst, sondern schädigt generell die Landwirtschaft und damit auch den Menschen. Denn der Großteil des Abfalls, der auf den Feldern landet, wird dort eingearbeitet oder gelangt ins Erntegut. Die Folge sind Erntegutverunreinigungen, Verunreinigungen durch Müll in Nahrungs- und Futtermitteln und damit auch ein gesundheitliches Risiko für die KonsumentInnen. Der Müll findet seinen Weg auf die Wiesen und Felder. Ob in der Nähe weggeworfen oder durch Kleinstteilchen durch Wind und Wasser transportiert: Eine Aludose überdauert bis zu 200 Jahre, eine PET Flasche gar bis zu 500 Jahre in der Natur, bevor sie zu Staub zerfällt! Am Anfang stehen also Plastikflasche und Aludose als Kurzzeitgebinde, am Ende die Belastung für Mensch und Umwelt für Jahrhunderte. Diese Kette müssen wir durchbrechen.

Das gelingt uns nur, wenn wir diesen Müll gleich grundsätzlich vermeiden. Wenn wir von den Aludosen und Plastikflaschen abrücken. Wiederbefüllen statt Wegwerfen ist auch der Leitsatz, um die Littering-Müllberge  zu verkleinern, und es ist auch das klare Ziel des 3-Punkteplans gegen Plastikmüll der Grünen Umweltministerin Gewessler. Die Bedenken des Handels sind bekannt. Hier Lösungen zu finden ist aber der schlichtweg einzige Weg, um dieses Müllproblem in den Griff zu bekommen. Es ist an der Zeit, dass Getränkeerzeuger und Handel hier auch Verantwortung übernehmen.

Plastikmüll in der Natur
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