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am 27. November

Geplante Euratom-Blockade wichtiges Signal

Rudi Anschober - Die geplante Blockade des Euratom-Programms durch Österreich ist ein wichtiges Signal für ein atomkraftfreies Europa. Die Bundesregierung muss aktiv gegen den Missbrauch der Klimakrise für eine Renaissance der Atomenergie vorgehen.

Österreich will im Zuge des EU-Wettbewerbsrats am Freitag gegen das künftige Euratom-Programm stimmen, das ab 2021 gelten soll. Begründet wird dies damit, dass Atomenergie darin als klimaneutral und mit den Klimazielen vereinbar dargestellt wird.

Von der Atomlobby wird immer wieder versucht, Atomkraft als Option für eine klimafreundliche Energieversorgung darzustellen. Die Diskussionen sind jedoch nur Nebelgranaten, um das angeschlagene Image aufzubessern und von der Misere der Atomwirtschaft abzulenken. Aktuell stehen auf europäischer Ebene mehrere Entscheidungen an, ob die Atomenergie als Klimaschutztechnologie anerkannt wird. Österreichs aktuelle Bundesregierung muss daher konsequent gegen den Missbrauch der Klimakrise für eine Renaissance der Atomenergie vorgehen und dabei weitere Mitgliedsstaaten als Verbündete gewinnen.

Die Internationale Energieagentur (IEA) ​hat untersucht, wieviel die Atomkraft zur Klimarettung beitragen könnte, und ist zu einem ernüchternden Ergebnis gekommen: Um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen, müssten die weltweiten CO2-Emissionen von heute 37 Milliarden Tonnen bis 2050 auf unter 5 Milliarden Tonnen sinken. Fast 40 Prozent der Reduktion kann durch Energieeffizienz erreicht werden. Ein Drittel könnten die erneuerbaren Energien beisteuern. Die Kernkraft käme in diesem Szenario auf einen Anteil von fünf Prozent. Um diesen minimalen Beitrag zu leisten, müssten aber etwa 1.000 AKW neu gebaut werden.

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