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am 22. März

Fridays for Future: Regierung straft Jugend

Severin Mayr - Die Regierung straft junge Menschen, die den Planeten retten wollen – was für ein verheerendes Bild. Schwarz-Blau hat offenbar Angst vor den "Fridays for Future", Angst vor den eindrucksvollen Bildern tauender SchülerInnen, ihren berechtigten Forderungen und dem wachsenden Druck.

Es ist unglaublich. Junge Menschen gehen für die Rettung des Planeten auf die Straße. Sie setzen ein beeindruckendes Zeichen für den Klimaschutz. Aber statt sie zu unterstützen, wirft die Regierung ihnen eine Strafandrohung vor die Füße. Das ist beschämend und auch bezeichnend für eine Bundesregierung, die beim Klimaschutz untätig bleibt und nun Angst vor den SchülerInnen und ihren berechtigten Forderungen hat. So ist aus unserer Sich der Erlass des Bildungsministeriums, die Teilnahme an Demonstrationen als unentschuldigtes Fernbleiben zu werten, zu verstehen.

Demnach drohen jungen Leuten, die für den Klimaschutz auf die Straße gehen, bis zu 440 Euro Strafzahlung. Auf die größte Herausforderung des 21. Jahrhundert reagiert die Bundesregierung mit einer politischen Antwort des 19. Jahrhunderts. Mit einer Verwaltungsstrafe für diejenigen, die sich um die Zukunft des Planeten und damit um ihre Zukunft sorgen. Was für ein verheerendes Bild.

Diese Reaktion zeigt die Angst der Bundesregierung: Sie fürchtet sich vor den beeindruckenden Bildern abertausender SchülerInnen, fürchtet sich vor deren Forderungen und dem Druck, der stetig wächst. Die Bundesregierung nimmt "Fridays for Future" als Bedrohung wahr und merkt nicht, dass sie selbst es ist, die die Bedrohung für die Zukunft des Klimas ist. Es ist nämlich so, dass "Fernbleiben aus wichtigen Gründen" laut Schulunterrichtsgesetz erlaubt ist. Und es gibt ja wohl kaum wichtigere Anliegen als die Rettung der Welt - also sollte man die jungen Leute unterstützen, nicht drangsalieren und bestrafen.

Bislang sind die Bundesländer mit dem großen Schulstreik fürs Klima sehr unterschiedlich umgegangen. Die Teilnahme an den "Fridays for Future"-Protesten in Kärnten und Burgenland galte sogar als entschuldigte Fehlstunden.

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