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am 9. August

Eier: Notwendigkeit von mehr Transparenz

Rudi Anschober - Der Pestizidskandal bei den Eiern zeigt einmal mehr die Notwendigkeit von mehr Transparenz für die VerbraucherInnen.

Und woher kommt dieses Ei?

Nach den Funden von Eiern und Eierprodukten in Deutschland, den Niederlanden und Belgien,​ die mit dem Insektizid Fipronil belastet sind, gibt es derzeit für Österreich keinerlei Hinweise auf einen Einsatz dieses für die Nutztierhaltung verbotenen Mittels in der Geflügelhaltung. Die Lebensmittelaufsicht führt verstärkte Kontrollen und Probenziehungen durch.

Der Fipronil-Skandal zeigt, dass wir auch bei der Kennzeichnung im Sinne der Transparenz für die VerbraucherInnen noch weitere Schritte brauchen. Aktuell kann die Herkunft von Eiern, die in Produkten sowie in der Gastronomie verarbeitet werden, von den KonsumentInnen nicht nachvollzogen werden. Dass diese transparente Darstellung von Herkunft und Haltungsform aber möglich ist, zeigt die vorbildliche Kennzeichnung von Frischeiern in Österreich, die auf die Schale aufgestempelt wird.

Vorbild: Kennzeichnung bei Frischeiern

In Österreich werden durchschnittlich 230 Eier pro Kopf und Jahr gegessen.
Bei Frischeiern können KonsumentInnen durch das Einkaufsverhalten aktiv entscheiden, wie die Hennen leben dürfen: Ein Blick auf die Kennzeichnung direkt auf den Eierschalen ermöglicht es, Herkunftsland und Haltungsform zu erfahren und damit bewusst tier- und umweltfreundlich einzukaufen.

Aufholbedarf: Eier in verarbeiteten Produkten und in Großküchen

Rund 60 % aller Eier werden aber in der Gastronomie, in Großküchen oder über die Lebensmittelindustrie, als "anonyme" Zutat verarbeitet. Hier zählt oftmals vor allem der Preis. Eier aus Drittländern, deren nationalen Bestimmungen nicht einmal den ausgestalteten Käfig vorschreiben sind dabei besonders günstig. Obwohl die konventionelle Käfighaltung in der EU seit 2012 verboten ist, sind Eier aus dieser Haltungsform nach wie vor auch in Österreich im Umlauf – etwa verarbeitet in Kuchen, Nudeln und anderen Produkten. Zehntausende Tonnen an Eiprodukten gelangen aus China, Singapur und Mexiko auf den europäischen Markt.

Hier gibt es Aufholbedarf. Damit der bewusste Einkauf und Genuss für KonsumentInnen auch über die Frischeier hinaus möglich ist, fordern wir eine Kennzeichnung der Herkunft und Haltun​gsform auch bei eihaltigen Produkten sowie in der Gastronomie bzw. in der Gemeinschaftsverpflegung (Betriebskantinen, etc.), wo immer mehr Menschen täglich ihr Essen einnehmen. Nur so haben die KonsumentInnen Wahlfreiheit und Transparenz.

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