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am 4. Dezember

Das Verschleudern von Boden muss aufhören

Ulrike Böker - Ortskerne beleben, Leerstände nutzen - mit solchen Maßnahmen können wir den Flächenverbrauch von derzeit österreichweit rund 16 Hektar schrittweise auf 2,5 Hektar pro Tag senken.

Geschäftsschwund

Boden ist so unendlich wertvoll – und wird so leichtfertig verschleudert. Er ist einer der wichtigsten Ressourcen – und man geht so sorglos damit um. Viele bekennen sich zum Bodenschutz, aber handeln anders. Wie ist es sonst zu erklären, dass in Oberösterreich täglich für Bau- und Verkehrszwecke 2 Hektar Boden versiegelt werden, in Österreich insgesamt 16 Hektar. Diese Entwicklung müssen wir stoppen. Dafür gibt es Instrumente und Wege, wir müssen sie nur einsetzen.

Während auf der grünen Wiese Handelsflächen, Einkaufszentren und Einfamilienhaussiedlungen entstehen, veröden die Ortskerne. Es entsteht Leerstand in ehemals lebendigen Zentren. Man spricht vom Donut-Effekt, der die Ortskerne leer frisst.

Es gibt ein Bündel von Maßnahmen, mit der sich diese Mitte wieder füllen und die Bodenversiegelung stoppen lässt. Wir müssen die Ortskerne revitalisieren und attraktivieren. Wir müssen bestehende, brachliegende Gewerbeflächen und -bauten nutzen, statt immer neuen Boden zu verbrauchen. Dafür muss es Anreize geben. Und wir müssen es auf diese Weise schaffen, dass der Bodenverbrauch von derzeit Österreichweit rund 16 Hektar schrittweise auf 2,5 Hektar sinkt.

Die BürgerInnen haben das längst erkannt. In immer mehr Gemeinde regt sich Widerstand gegen überflüssige Bauprojekte oder neue Konsumtempel. Zuletzt haben sich bei der von unseren Grünen KollegInnen in Wallern initiierten BürgerInnenbefragung 60 Prozent der teilnehmenden BürgerInnen gegen einen vierten Supermarkt ausgesprochen. Es scheint, dass viele in der Politik dieses Bewusstsein noch fehlt.

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