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am 11. März

Blackout: Trinkwasserver­sor­gung in OÖ sichern

Gottfried Hirz - Vorsorgemaßnahmen sind umgehend zu veranlassen – konkret die Möglichkeit zur Noteinspeisung für Stromaggregate bei Trinkwasserversorgungsanlagen verbindlich zu verankern. Der zuständige Landesrat Klinger darf keine Zeit verlieren.

Die Gefahr eines Blackouts war heute wiederholt Thema im oberösterreichischen Landtag. Fast unsere gesamte lebensnotwendige Infrastruktur hängt von der Verfügbarkeit der Stromversorgung ab. Ein großflächiger andauernder und überregionaler Ausfall der Stromversorgung würde innerhalb kürzester Zeit schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Nicht nur was unser Gesundheitssystem, die Mobilität, Kommunikation und Lebensmittelversorgung anbelangt, sondern auch, was die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser anbelangt.

Der Zusammenbruch des Stromnetzes ist eine reale Gefahr. Mit einem solchen Blackout würde auch die Trinkwasserversorgung weitgehend lahmgelegt, Vorsorgemaßnahmen sind dringend erforderlich. Sehr viele oberösterreichische Haushalte sind von Pumpsystemen abhängig und würden ohne Stromversorgung im Falle eines Blackouts schlagartig ihre Trinkwasserversorgung verlieren. In einem dringlichen Antrag der gemeinsam mit der SPÖ eingebracht wurde, haben wir heute insbesondere vom zuständigen Landesrat Klinger rasche Maßnahmen eingefordert, um die Trinkwasserversorgung bei einem Blackout sicherzustellen. Konkret brauchen wir klare verbindliche Vorschriften für Anlagen zur Trinkwasserversorgung, um im Ernstfall durch Notstromaggregate die Wasserversorgung weiter sicherstellen zu können.

Leider hat dieser sehr konkrete und im eigenen Wirkungsbereich des Landes Oberösterreich umsetzbare Antrag heute von ÖVP und FPÖ nicht die Dringlichkeit erhalten und wurde zur weiteren Debatte in den Ausschuss verschoben. Lediglich ein weiterer Antrag an die Bundesregierung betreffend Förderungen für die kommunale Blackout-Vorsorge konnte einstimmig beschlossen werden. Natürlich ist die Finanzierungsfrage zu klären und Gemeinden entsprechende Unterstützung erhalten. Aber noch viel dringender ist es, konkrete Vorsorgemaßnahmen wie die Möglichkeit zur Noteinspeisung für Stromaggregate bei Trinkwasserversorgungsanlagen verbindlich zu verankern. Wir appellieren eindringlich an die Landeskoalition, rasch in die Umsetzung zu kommen. Je rascher wir jetzt handeln, umso früher sind wir für den Ernstfall gerüstet.

Unterstützung gibt es durch einen Bericht des Landesrechnungshofes, der die rasche Überarbeitung des oberösterreichischen Trinkwassernotversorgungsrahmenplans einfordert. Dieser Plan soll die Gefahren eines Blackouts für die Wasserversorgung ausreichend berücksichtigen. Es wäre unverantwortlich einen solchen Blackout als unrealistisch abzutun. Wir müssen unbedingt ein Szenario verhindern, in dem Oberösterreich ohne ausreichend Trinkwasser dasteht. Es liegt an uns, diesem Szenario vorzubeugen.

Themenfoto Lebensqualität Wasserglas
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