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am 1. August

Bio gehört die Zukunft

Stefan Kaineder - Die Politik hat den Vormarsch von Bio zu fördern und Fehler wie das Freihandelsabkommen Mercosur zu verhindern.

Bio ist schon jetzt sehr beliebt, alltäglich und vielfältig. Und Bio gehört auch ganz klar die Zukunft. Die Landesgartenschau in Aigen-Schlägl liefert dafür einen weiteren beeindruckend Beweis. Man ist umgeben von Ökologie und Nachhaltigkeit, von Blumenwiesen ohne Chemikalien und dem Einklang von Mensch und Natur. Man genießt und staunt, was biologisches Tun alles möglich macht. Unsere Aufgabe in der Politik ist es, diese Entwicklung zu stärken und biologische Herangehensweisen breit zu verankern. In der Landwirtschaft, beim Konsum und aber auch im eigenen Garten.

Der Ökologie-Schwerpunkt der Landesgartenschau ist keineswegs überraschend. Gilt das Mühlviertel doch als Biomusterland mit landes- und bundesweit überdurchschnittlich vielen Bio-Betrieben. Fast die Hälfte der oberösterreichweit 4.800 Bio-Betriebe liegt im Mühlviertel. Der Bio-Anteil bei den landwirtschaftlichen Betrieben in Oberösterreich liegt aktuell bei 20 Prozent. Das Mühlviertel hat sich am Bio-Sektor einen großartigen Namen gemacht. Spitzenprodukte verbunden mit einer engen Zusammenarbeit auf vielen Ebenen, tragen zu diesem Erfolg bei. Ein Erfolg für die Region, für die Betriebe aber auch die KonsumentInnen, den Bodenschutz und das Tierwohl. Wir müssen sukzessive weg von den industriellen Lebensmitteln hin zu Bio und Nachhaltigkeit, das ist der Auftrag, den wir auch von diesem Besuch bei der Landesgartenschau mitnehmen.

Freihandelsabkommen Mercosur steht konträr zu allem, was wir auf der Landesgartenschau erleben

Bio zu stärken heißt auch Fehlentscheidungen und -entwicklungen zu verhindern. Dazu zählt ohne Zweifel auch das Freihandelsabkommen Mercosur zwischen der EU und südamerikanischen Staaten. Für die EU ist es fix, aber wir können und müssen die Unterzeichnung im Nationalrat verhindern. Mercosur steht konträr zu allem, was wir auf der Landesgartenschau sehen. Es untergräbt alle Bemühungen für eine biologische, faire und biologische Landwirtschaft. Mercosur-Produkte werden den heimischen Markt überschwemmen und unsere BäuerInnen enorm unter Druck setzen. Dieses Abkommen weicht unsere hohen Standards bei Umwelt- oder Tierschutz auf und macht damit auch die KonsumentInnen zu Leidtragenden. Wir werden weiter Widerstand gegen dieses Abkommen leisten.

Wir haben auch im Landtag gegen Mercosur angekämpft und werden das auch weiterhin machen. Immer mehr Menschen schätzen gesunde und hochqualitative Lebensmittel, der Bioanteil wird immer größer. Und dann holt man mit Mercosur massenhaft billige Agrarprodukte ins Land. Das versteht wahrlich niemand und das wollen wir verhindern.

Stefan Kaineder, Uli Böker und Ulli Schwarz bei der OÖ Landesgartenschau
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