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am 30. April

Baurechtsnovelle: Anreiz für Verhüttelung

Ulrike Böker - Große Pools, Gartenhütten und Carports sind offenbar wichtiger als das Orts- und Landschaftsbild.

Viele gute Ansätze, aber auch Anreize in die falsche Richtung: Bewilligungs- und anzeigefreie Bauvorhaben werden mehr und Bewertungen beim Orts- und Landschaftsbild abgeschwächt. Damit wird das Tor zur Bau-Unkultur noch weiter geöffnet. Unser Lebensraum wird seit Jahren zersiedelt und verschandelt - zu Lasten von Baukultur. Das kann es nicht sein. Die Chance hier im Sinne guter Baukultur gegenzusteuern wird mit dieser Baurechtsnovelle wieder nicht genutzt.

So ist geplant, in der neuen Bauordnung für Schwimmbecken die Anzeigepflicht von 35 m² auf 50 m² zu erhöhen. Das bedeutet, dass diese bis zu einer Größe von 50 m² nicht mehr der Gemeinde angezeigt werden müssen. Bei Gartenhütten und Carports wird eine Anzeigefreiheit bis zu einer Größe von 15 m² eingeführt.

Immer mehr Gemeinden haben Probleme bei der Trinkwasserversorgung. Jetzt einen Anreiz für größere Schwimmbecken und damit noch mehr Trinkwasserverbrauch zu schaffen, ist geradezu fahrlässig. Zudem droht Oberösterreich immer mehr zugehüttelt zu werden, mit Gartenhütten und Carports, die nun noch seltener gemeldet werden müssen.

Böker verweist auf die 2017 beschlossenen Baukulturellen Leitlinien des Bundes. Diese würden eigentlich den Weg vorgeben. Sie sind die wichtige Richtschnur, um genau die Verschandelung unseres Lebensraums zu vermeiden, die mit der Novelle in Oberösterreich droht. Wir fordern Landesrat Haimbuchner dringend auf deutliche Verbesserungen vorzunehmen, damit die Baukultur an Qualität gewinnt und nicht verliert.

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