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am 4. Oktober

Auf Stopp aller Risiko-Pestizide hinarbeiten

Stefan Kaineder - Nach dem Nein zur Glyphosat-Verlängerung fordern wir mit einem Dringlichkeit-Antrag klare Vorgaben und Zeitpläne für den Ausstieg aus Risiko-Pestiziden.

Giftstoffe im Einsatz

Österreich wird zu einerVerlängerung der Zulassung von Glyphosat nein sagen, Österreich muss jetzt aber auch nein zu anderen Pestiziden sagen. Der vorliegende Aktionsplan des Bundes ist dafür nicht geeignet und muss überarbeitet werden. Wir fordern, dass Verringerung und Ausstieg aus Risiko-Pestiziden in den Mittelpunkt rücken, dass es dafür klare Vorgaben und Zeitpläne gibt. Wir müssen die Gesundheit der Menschen und die Umwelt schützen. Gefahrenabwehr und Risikominimierung sind dafür zu wenig. Dazu gibt es einen dringlichen Antrag, den wir gemeinsam mit der SPÖ stellen und der im morgigen Ausschuss diskutiert wird.

Der neue "Nationale Aktionsplan über die nachhaltige Verwendung von Pflanzenschutzmitteln 2017 - 2021" liegt den Länden derzeit zur Begutachtung vor. Aus unserer Sicht ist der Entwurf zu wenig ambitioniert da er sich lediglich auf Gefahrenabwehr und die Verringerung von Risiken beim Einsatz von Pestiziden beschränkt. Wir wollen eine andere Gewichtung. Wir wollen eine Verringerung der Einsatzmengen und schließlich einen Stopp der Pestizide. Zudem müssen alternative Methoden viel stärker betont werden, vom Biolandbau bis zu nicht-chemischen Pflanzenschutzmaßnahmen.

Für uns ist ein verschärfter Aktionsplan der nächste logische Schritt im erfolgreichen Kampf gegen Risiko-Pestizide. So verpflichtet die Entscheidung im gestrigen EU-Unterausschuss im Parlament den Umweltminister, Anfang November gegen eine weitere Genehmigung von Glyphosat innerhalb der EU zu stimmen. Zudem hat das EU-Parlament Monsanto-LobbyistInnen ausgesperrt. Die Front gegen Risiko-Pestizide wird immer breiter. Es wird immer klarer, dass Schutz von Mensch und Umwelt vor Geschäftsinteressen der Agrarindustrie gehen müssen.

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